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Bad Nenndorf Ein Leuchtturm-Projekt
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Ein Leuchtturm-Projekt
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00:16 21.11.2016
„Leuchtturm-Projekt“: Beim Fototermin am Donnerstag suchten sich Ingo Hartmann (von links), Landrat Jörg Farr, Berater Wolfgang Eichwede, Inhaber Majid Sedai und Stadtdirektor Mike Schmidt einen Platz mit möglicherweise symbolträchtigem Hintergrund aus. Quelle: Foto: rg
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Bad Nenndorf

Mit Gegenwind ist aber offenbar kaum zu rechnen. Von einem „Leuchtturmprojekt“ spricht Bürgermeisterin Marlies Matthias im Hinblick auf die zig Millionen schwere Investition, die das Hamelner Unternehmen bei Bad Nenndorf plant. „Das ist ganz hervorragend für diese Region“, betont die CDU-Politikerin, die die Arbeit des Verwaltungschefs ausdrücklich lobt. Positiv findet sie unter anderem, dass sich Schmidt auch gleich weiterführende Gedanken um Kinderbetreuung und Wohnraumschaffung gemacht hat.

Es sei bei Investitionen dieser Größenordnung zwar eine Portion Skepsis geboten. Doch die Realisierungschance stehe bei 90 Prozent. Ingo Hartmann, Geschäftsführer bei Sedai Druck, sagte bei der Pressekonferenz am Donnerstag, der Notar für die Vertragsunterzeichnung sei bereits bestellt.

SPD-Politiker Ralph Tegtmeier ist ebenfalls angetan von dem Vorhaben. „Ich freue mich für die Stadt und die Samtgemeinde, aber auch für den Kreis, dass ein Investor gewonnen wurde, der aus eigener Kraft Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft“, sagte Tegtmeier den Schaumburger Nachrichten. Der Kreistagsabgeordnete sieht mit dem Vorhaben auch die Arbeit des Landkreises bestätigt, der Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik verknüpfe und dies mit den Kommunen gut abstimme. Landrat Jörg Farr hatte am Donnerstag betont, dass die geplante Druckerei auch von der Agentur für Arbeit wahrgenommen wird. 200 Jobs sollen neu entstehen.

Mehr Gewerbesteuereinnahmen durch Ansiedlung

Bernd Zimmermann, Sprecher der WGN, war nach eigenen Worten positiv überrascht, dass ein Unternehmen dieser Größenordnung offenbar Interesse an Bad Nenndorf findet. Zumal eigentlich angedacht war, die Gehrenbreite an mehrere kleine Unternehmen zu verkaufen. Jetzt müsse die Stadt schauen, ob sie einen Weg findet, deren Bedarf anderweitig zu bedienen.

„Was die Flächen angeht, ist das eine sinnvolle Weiterentwicklung“, sagte Bernd Reese (Grüne). Die alten Gewerbeflächen in dem Bereich seien ausgereizt gewesen, berichtet der frühere Verwaltungschef aus seiner Amtszeit. Dass Schmidt und dessen Team so schnell ein so großer Erfolg gelungen sei, helfe Bad Nenndorf. In der Zukunft werde sich die Ansiedlung auch durch mehr Gewerbesteuereinnahme auswirken. Positiv findet Reese, dass der Landkreis der Stadt in diesem Fall helfend zur Seite gestanden habe. Dies sei bei der Ansiedlung des Hellweg-Baumarktes einst anders gewesen.

Zimmermann und Tegtmeier rechnen wegen der neuen Arbeitsplätze mit weiterem Bevölkerungszuwachs. Der WGN-Sprecher hofft diesbezüglich jedoch auf eine Gesamtkonzeption, die seine Gruppe bereits seit langem fordere. Die WGN war bis zuletzt Kritiker der Hohefeld-Baugebiete. gus

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