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Ein „Mangelhaft“ für fehlende Bäume

Bad Nenndorf / Umweltausschuss Ein „Mangelhaft“ für fehlende Bäume

Bei zwei von drei Ausgleichsflächen hat der Umweltausschuss des Rates der Stadt Bad Nenndorf Mängel festgestellt. Vor allem die Bepflanzung erfüllt nach Sicht der Ausschussmitglieder nicht den vorgeschriebenen Kompensationskriterien (siehe Kasten). Das ist das Ergebnis einer Begehung der Ausgleichsflächen am Dienstag.

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Grün, aber kaum Bäume: Der Umweltausschuss verschafft sich vor Ort einen Überblick über die Entwicklung der Ausgleichsfläche an der Cäcilienhöhe.

Quelle: Foto: kil

Bad Nenndorf (kil). Auf dem Plan standen drei Flächen, die im Zuge neuer Bebauungspläne seit 2005 geschaffen wurden: die Ausgleichfläche zum Wohngebiet „Vordere Hohefeld“ zwischen Erlengrund und Cäcilienhöhe (verantwortlich ist die Volksbank Schaumburg) sowie die Ausgleichsflächen zur Biomasseanlage und zum Wohngebiet „In der Peser“ (verantwortlich ist die Stadt). Der Vorsitzende Bernd Zimmermann (WGN) führte die Mitglieder durch Feld, Wiese und Biotop.

Besonders kritisch beäugte der Ausschuss die Grünfläche an der Cäcilienhöhe, die von Zimmermann die „Note 5“ – mangelhaft – bekam. Am auffälligsten war die spärliche Bepflanzung. Laut Bebauungsplan sollten auf der Ackerfläche kleinere Gehölzgruppen aus Laubbäumen gepflanzt werden, um Brut- und Nahrungsräume für Schmetterlinge und Feldvögel zu schaffen und Wildkräutern Raum zu geben. Bäume, die in Fünfergruppen geplant waren, suchte man allerdings vergeblich, nur vereinzelt zierten dort schmale Stämme die Wiese.
Für Unmut sorgte zudem eine angebliche Feldhecke, die es offensichtlich nicht gab. Diese Diskussion erwies sich allerdings als „viel Lärm um Nichts“. Wie sich am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung herausstellte, lagen den Ausschussmitgliedern Informationen aus einem alten Entwurf des Bebauungsplans vor, wie Markus Jacobs von der Samtgemeindeverwaltung korrigierte. Im aktuellen Plan sei keine Hecke mehr vorgesehen.

Auch das Gebiet mit Biotop im Wohngebiet „In der Peser“ erntete Kritik, obwohl es von Außen zunächst einen guten Eindruck machte. Die nähere Bestandsaufnahme ergab aber: Es liegt Müll herum, Anwohner lagern ihren Grünschnitt ab, Kinder haben dort Fußballtore aufgestellt und nicht alle angrenzenden Anwohner halten ihre Grundstücksgrenzen ein.

Im Anschluss an die Begehung wurde diskutiert. „Es muss etwas passieren“, lautete die klare Haltung einiger Ausschussmitglieder. Immer nur darüber zu sprechen, ohne dass am Ende Taten folgten, bringe nichts, kam es wiederholt aus der Runde. Schließlich einigte man sich, die Verwaltung damit zu beauftragen, die Volksbank als Verantwortlichen für die beiden bemängelten Ausgleichsflächen darauf hinzuweisen, das Versäumte nachzuholen, sowie an die Bürger zu appellieren, Müll und Grünschnitt nicht dort abzuladen. Eine ständige Kontrolle durch die Stadt ist Bürgermeister Bernd Reese zufolge zu viel verlangt und nicht umsetzbar.

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