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Ein Tag des Dialogs

Bad Nenndorf / 11. Kulturtag Ein Tag des Dialogs

„Es fällt Menschen schwerer, schlecht übereinander zu reden, wenn man sich kennt.“ Der niedersächsische Landesrabbiner Jonah Sievers fasste mit diesem Satz sehr präzise die Idee zusammen, die hinter dem Kulturtag der Jüdischen Gemeinde steckt. Ein Tag des Dialoges soll die Veranstaltung sein.

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Landesrabbiner Jonah Sievers (links) sieht sich die Fotoausstellung an.

Quelle: jps

Bad Nenndorf. Und da gemeinsames Essen bekanntlich verbindet, hatten die Gemeindemitglieder um die Vorsitzende Marina Jalowaja für die Gäste zunächst ein üppig ausgestattetes Büffet mit jüdischen Spezialitäten vorbereitet, das zum Probieren von diversen herzhaften und süßen Leckereien einlud.

Zu entdecken gab es in der Wandelhalle auch eine Fotoausstellung, welche die Lebensläufe von Menschen jüdischen Glaubens, die nach Deutschland emigriert sind, zeigt. Unter dem Titel „Erinnerung und Zukunft denken“ haben der Fotograf Joachim Turré und Grafiker Oliver Hoffmann viele unterschiedliche Personen porträtiert und Fotos aus den verschiedenen Lebensabschnitten der Personen gesammelt. Musik gab es in der Wandelhalle unter anderem von der Klezmer-Band „Schalom“.

Unter den offiziellen Gästen des Kulturtages waren neben Landesrabbiner Sievers auch Vertreter der Stadt sowie des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“. Sievers äußerte in seiner Ansprache große Sorge über zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. „Wir mussten Sätze hören, von denen wir dachten, sie nie wieder hören zu müssen“, sagte er im Hinblick auf antisemitische Hetzparolen, welche in diesem Sommer bei Gaza-Protesten in mehreren deutschen Städten zu hören waren. Die Nenndorfer Bürger lobte Sievers für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenhass. „Hier steht die Zivilgemeinschaft gegen braune Horden zusammen“, unterstrich er. Diese Worte griff Bürgermeisterin Gudrun Olk auf und betonte, dass Dank für das Handeln der Nenndorfer nicht nötig sei. Denn für Demokraten, so Olk, „ist das selbstverständlich“.

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