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Ein halbes Esszimmer gammelt vor sich hin

Illegal entsorgter Abfall Ein halbes Esszimmer gammelt vor sich hin

Derzeit bietet sich den Besuchern der Cecilienhöhe auf dem Anfahrtsweg in den Deister kein hübscher Anblick. Das Problem ist im Rathaus bekannt, der Kampf dagegen gleicht eine Sisyphosarbeit.

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So präsentiert sich derzeit der Anfahrtsweg zur Cecilienhöhe: Stühle, Regale und Schränke wurden an den Wegrand geworfen.

Quelle: ar

Bad Nenndorf. Die Straße zur Cecilienhöhe präsentiert sich als „Müll-Allee“. In den Brombeerbüschen rechts am Wegrand liegen Plastikeimer und Stühle. Besonders dreist: Direkt vor den Sträuchern befindet sich ein Hinweisschild auf das dortige Naturschutzgebiet.

Etwas höher an einer Gabelung gammelt seit Wochen ein halbes Esszimmer vor sich hin. Nach Angaben von André Lutz, Leiter des Ordnungsamtes, sind Vorfälle dieser Art zwar zurückgegangen, seit durch Gesetzesänderungen die kostenlose Rücknahme von Elektroschrott, Altmetall und Problemabfällen angeboten wird.

Allerdings müssen die Mitarbeiter des Bauhofs immer wieder ausrücken, um wilden Müll einzusammeln, weil es trotzdem immer noch genug Zeitgenossen gibt, die die Wege zum Entsorgungszentrum oder zum Recyclinghof aus Kosten- oder Zeitgründen scheuen.

Erst im Herbst hatte jemand am Feldweg an der B 442 Kühl- und Eisschränke entsorgt. Anfang Dezember lagerte über längere Zeit eine üppige Europalette am Feldweg, der an den Soleweg grenzt. Was für Spaziergänger ein ärgerlicher Anblick ist, kostet die Allgemeinheit der Gebührenzahler bares Geld. Ist der Verursacher nicht ermittelbar, werden die Kosten, die wegen die Entsorgung entstehen, in die Gesamtkosten des Landkreises als öffentlich rechtlicher Entsorgungsträger einkalkuliert. Nach Angaben des Leiters der Abfallbehörde beliefen sie sich für das Jahr 2013 beispielsweise auf 50 000 Euro.

Für den Verursacher, den man in allen Fällen zu ermitteln versucht, kann das Entsorgen von Müll in der freien Landschaft unangenehme Nachwehen haben. Handelt es sich um für die Natur ungefährlichen Abfall, so ist mit einer Strafe für diese Ordnungswidrigkeit zu rechnen. Schlimmer kann es für denjenigen ausgehen, der Problemmüll so entsorgt, dass beispielsweise Schadstoffe ins Erdreich gelangen, wie Lutz auf Anfrage mitteilte. Dann handelt es sich sogar um eine Straftat.

Und dass es nicht unmöglich ist, die Abfall-Sünder zu entlarven, zeigte jüngst ein Fall in Helpsen, wo eine Frau ermittelt und entsprechend sanktioniert wurde. ar

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