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Ein lebendes Fossil mit Champion-Qualität

Bad Nenndorf / Kurpark Ein lebendes Fossil mit Champion-Qualität

„Ein lebendes Fossil“, das auch noch einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland ist, steht laut Experten im Bad Nenndorfer Kurpark: der Urweltmammutbaum „Metasequoia glyptostroboides“.

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Silke Busche, Barbara Göbe, Gudrun Olk, Reinhard Weidner und Peter Schmidt vor dem stärksten Urweltmammutbaum Deutschlands im Bad Nenndorfer Kurpark. © bab

Bad Nenndorf (bab). Das haben die Deutsche Dendrologische Gesellschaft und die Gesellschaft Deutsches Arboretum zu Anlass genommen, diesen am gestrigen „Tag des Baumes“ in einer Feierstunde zum „Champion Tree“ auszurufen. Mit einem Stammumfang von 4,73 Metern in der Höhe von 1,30 Metern gilt er als stärkstes Exemplar Deutschlands.

„Diese Bäume galten weltweit als ausgestorben“, berichtete Reinhard Weidner, Präsident der Arboretum-Gesellschaft. Vor 2,6 Millionen Jahren soll der Baum verschwunden und nur noch als Fossil vorhanden gewesen sein, bis in den 1940er Jahren in der chinesischen Provinz Sezuan lebende Exemplare gefunden wurden. „Ein Wunder“, wie Weidner meint. Rund zehn Jahre später kultivierten ihn dann die Europäer.

Dank Barbara Göbe, Tochter von Wilhelm Kölling, ehemaliger Gärtner beim Staatsbad, wissen Weidner und Peter Schmidt, Präsident der Dendrologischen Gesellschaft jetzt, dass der Bad Nenndorfer Baum 1955 gepflanzt wurde. Im Geburtsjahr Göbes hat deren Vater den chinesischen Einwanderer neben das „Schlösschen“ gesetzt.

„Der Standort ist ideal gewählt“, meint Weidner. Solange Pilzkrankheiten den Metasequoia glyptostroboides verschonten, könne er viele hundert Jahre alt werden. Im Idealfall legt er acht Zentimeter Umfang jährlich zu.
Der Urwaldmammutbaum sollte laut Experten aber nicht mit dem Riesenmammutbaum verwechselt werden. Dieser stammt aus Nordamerika. Zum Vergleich steht im Kurpark sogar ein Exemplar gleich neben dem Urweltmammutbaum. Eine gestern enthüllte Tafel hilft, die Arten zu unterscheiden.

Schmidt und Weidner haben den Festakt in Bad Nenndorf zum Anlass genommen, für Bäume, Wälder und ihre Gesellschaften zu werben. Einige neue Mitglieder aus der Kurstadt gewannen sie am Ostermontag. Und Bad Nenndorfs Bürgermeisterin Gudrun Olk (SPD) bewarb ihrerseits zusammen mit der Geschäftsführerin der Kur- und Tourismusgesellschaft, Silke Busche, weitere gewachsene Besonderheiten im Park.

Sie legten den Vorsitzenden der Gesellschaften das einzigartige Süntelbuchen-Ensemble ans Herz. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Baumexperten zu einer weiteren Feierstunde wiederkommen.

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