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Bad Nenndorf Ein neues Wiedersehen am alten Stollen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Ein neues Wiedersehen am alten Stollen
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16:40 06.07.2010
Gruppenfoto am Jubiläumstag: Ehemalige Bergleute aus den Deistergemeinden am Strutzbergstollen nahe der „Mooshütte“. Foto: nah

Die kleine Zeche von nur gut 200 Metern Länge war die letzte, in der rund um den Deister Kohle abgebaut worden ist. Sie entstand 1952 im Rahmen des Notbergbaus und wurde bis zum 30. Juni 1960 ausgebeutet. Da waren anderswo schon lange die Lichter ausgegangen: Beim größten Arbeitgeber, dem Klosterstollen in Barsinghausen mit zuletzt über 2250 Beschäftigten bereits 1956; die letzten Kleinzechen („Hoffmannsstollen“) oberhalb der Hohen Warte vor dem Nienstedter Pass schlossen 1958.
Nur unter dem Strutzberg bauten die Hauer die in Restpfeilern stehende Kohle ab. Ein Pferd zog die zwölf Wagen ans Tageslicht. Der „Braune“ soll, wie überliefert ist, bei einer 13. Last stets störrisch stehen geblieben sein. Vom Verladebunker, von dem nur noch eine Außenwand erkennbar ist, trat der Brennstoff mit Lastwagen den Weg zu seinen Bestimmungsorten an. Insider wissen heute auf dem Gelände der „Mooshütte“ auch noch die Lampenstube mit dem Kompressorraum und den Platz der ehemaligen Waschkaue zu bezeichnen.
Es gibt noch viel mehr Wissenswertes, das die Autoren Peter Mühr und Thomas Müller für ein Buch über die Zeche „Antonie“ in Bantorf sowie die benachbarten Betriebe Strutzberg- und Mooshütte-Stollen derzeit zusammentragen. Jetzt kam Mühr auf die Idee, den 50. Jahrestag der letzten Bahn für ein Gruppenfoto zu nutzen. Neben Mitgliedern der Bergmanns- und Heimatvereine aus Feggendorf, Barsinghausen, Argestorf und Riehe waren auch drei ehemalige Kumpels dabei, die damals noch im oder vor dem Strutzbergstollen gearbeitet hatten: Helmut Bauer (Feggendorf) und Manfred Jochim (Bantorf) unter Tage sowie Willi Ricke (Bantorf) am Verladebunker.
Müller freute sich über die vielen Aktivitäten zur Wiederbelebung der Zechentraditionen rund um den Deister: „Früher wurde Kohle gefördert; heute befördern wir Besucher“, sagte er mit Blick auf das für Besichtigungen offene Barsinghäuser Bergwerk und den „Feggendorfer Stolln“. Wer zumindest das Mundloch des Strutzbergstollens einmal in Augenschein nehmen möchte, muss dem Waldweg rechts neben der „Mooshütte“ wenige hundert Meter folgen. Als unübersehbaren Hinweis hat der Rieher Verein „Glück auf“ zwei Loren in der Nähe des Lokals aufgestellt.

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