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Einzelhändler suchen vergeblich das Gespräch

Bad Nenndorf / Kritik Einzelhändler suchen vergeblich das Gespräch

Obwohl die Stadt seinen Vertrag als Wirtschaftsförderer im Sommer 2009 nicht verlängert hat, beobachtet Martin Rode von Hannover aus fast zwei Jahre danach noch aufmerksam die Entwicklung in Bad Nenndorf. Die Innenstadtplanung hat ihn veranlasst, sich mit einem Leserbrief zu Wort zu melden.

Bad Nenndorf (r, rwe). Darin gibt er dem Einwohner Michael Kosian recht, der als Interessenvertreter zweier Eigentümer an der Hauptstraße gegenüber unserer Zeitung moniert hatte, dass bis jetzt vergessen worden sei, sich um die Belebung der Innenstadt zu kümmern sowie einen zielführenden Dialog mit den Einzelhändlern und den Grundstückseigentümern zu führen.

„Eigentlich ist eine Stadtsanierung und auch die Erstellung des Einzelhandelskonzepts im Jahr 2008 eine gute Gelegenheit, den Dialog zu beginnen, denn vorher scheint es keinen gegeben zu haben“, schreibt Rode dazu. Dieser Meinung seien 2008 auch einige Bad Nenndorfer Geschäftsleute gewesen, die dieses insbesondere im Hinblick auf die Stadtsanierung zum Anlass genommen hätten, mit ihm als Wirtschaftsförderer das Gespräch zu suchen. Rode: „Der Anfang war somit da – und die Initiative ging vom Handel aus, der anscheinend die Probleme auch erkannt hatte.“

Eine Rücksprache seinerseits mit den Verantwortlichen im Rathaus habe jedoch ergeben, „dass ein solcher Dialog wohl nicht passend ist“. „Warum eigentlich?“, fragt sich Rode. „Schade, eine Gelegenheit wurde vertan, wie sich durch die jetzige Diskussion ja zeigt.“ Er plädiert dafür, auch jetzt noch damit anzufangen.

„Solch ein Dialog ist immer wichtig und auch nicht unbedingt an große Umbauarbeiten oder Sanierungen gebunden. Nur muss es gewollt sein und gemacht werden!“ Ein Blick in Richtung Westen zeige für ihn, dass es auch anders geht. „Gemeint ist hier Stadthagen.“

Den engen Kontakt zu halten und die Anliegen des Wirtschaftszweiges „Einzelhandel“ zu vertreten, das nennt Rode aktive Wirtschaftsförderung. In der Entwicklung des Einzelhandels hält er es für misslich, dass es zum ehemaligen Kurhaus noch immer kein Nutzungskonzept gibt. Auch 2009 seien einzelne Händler irritiert gewesen, weil nicht bekannt gewesen sei, wie es mit dem Gebäude weitergehen sollte.

„Daraus resultiert mit Sicherheit auch mindestens ein bis heute leer stehendes Geschäft.“

Rode erinnert zudem an eine hochkarätig besetzte Veranstaltung über Leerstandsmanagement im Oktober 2010 im „Parkhotel“. „Von der Bad Nenndorfer Verwaltung war leider niemand anwesend.“ Allerdings habe unter anderem nicht nur er selbst, sondern auch der Stadthäger Wirtschaftsförderer großes Interesse an dem Thema gezeigt.

Auch Leerstandsmanagement müsse in einem gemeinsamen Dialog behandelt werden, schreibt Rode.

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