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Bad Nenndorf / Wilde Müllentsorgung Eiskalt entsorgt

Einen halben Elektromarkt hat ein Unbekannter am Feldweg, der von der Rotrehre zur B 442 führt, vor einiger Zeit abgeladen.

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Getrübte Aussicht: Am Feldweg an der B 442 hat jemand einfach seinen Sondermüll entsorgt.

Quelle: kle

Von Kathrin Klette

Bad Nenndorf.  Eine Waschmaschine liegt seit Ende September am Straßenrand neben zwei alten Kühl- und Eisschränken, um die sich bereits die Fliegen scharen. Auf Anfrage unserer Zeitung versicherte die Verwaltung, dass der Baubetriebshof den Unrat schnellstmöglich entsorgen wolle.

Aufmerksam auf das Problem hatte die Bad Nenndorferin Petra Lindau die Polizei Bad Nenndorf bereits Ende September gemacht, die die Sache direkt an die Verwaltung weiterleiten wollte, so Lindau. „Bei meinen gelegentlichen Fahrradtouren fiel mir diese abstrakte Müllkonstellation im Gebüsch sehr unangenehm ins Auge“, berichtete Lindau unserer Zeitung. Sie finde es „egoistisch und rücksichtslos“, dass jemand seinen Problemabfall in Feld und Flur entsorge – zumal so etwas immer Nachahmer auf den Plan rufe. In der Tat haben sich in der Zwischenzeit noch weitere Abfälle hinzugesellt.

Besonders ärgerlich daran: Nur wenige Hundert Meter weiter befindet sich die Annahmestelle für Sperrmüll und Elektrogeräte der AWS (Im Niedernfeld 9), wo die drei Stücke kostenlos hätten abgegeben werden können.

Was sie zusätzlich enttäusche, sagt Lindau, sei, dass selbst mehr als zwei Wochen nach ihrem ersten Anruf noch nichts gegen das Problem unternommen worden sei. Der Grund für die Verzögerung, erklärte André Lutz von der Samtgemeindeverwaltung, seien Personalausfälle beim Baubetriebshof gewesen.

Um entsprechenden Umweltrowdys nicht noch weiter Tür und Tor zu öffnen und zugleich die Strecke, die viele Autofahrer gerne trotz Verbots gerne als Abkürzung nutzten, zu sperren, halte sie es für sinnvoll, den Feldweg einfach mit einem Poller oder ähnlichem zu versperren, für den nur berechtigte Nutzer wie Landwirte und Feuerwehr einen Schlüssel bekommen.
Möglich seien solche Absperrungen an Wirtschaftswegen durchaus, so Lutz, und kommen auch öfter zum Einsatz. Man müsse jedoch jedes Mal neu abwägen, ob die Kosten samt Wartung und Reparatur im richtigen Verhältnis zum Nutzen stehen.

Wenn eine Seitenstraße regelmäßig als „Müllhalde“ missbraucht würde, seien Absperrungen durchaus sinnvoll. Der Feldweg an der B 442 sei bislang aber nicht als Problemstraße bekannt.

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