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Endstation: Ermordung

Geschichtsforscher am Gymnasium Endstation: Ermordung

Wie Opfer und Täter in Auschwitz-Birkenau aussahen, hat der israelische Historiker Gideon Greif am Dienstag rund 150 Schülern des Bad Nenndorfer Gymnasiums veranschaulicht.

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Gideon Greif referiert über Auschwitz-Birkenau.

Quelle: on

Bad Nenndorf. Der Geschichtsforscher zeigte anhand eines Propaganda-Fotoalbums von zwei Fotografen der Schutzstaffel (SS), wie einige jüdische Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungsregimes ihre letzten Stunden im Konzentrationslager (KZ) Auschwitz-Birkenau erlebten.

 Ein Bild von der Ankunft der Opfer in einfachen Viehwaggons ohne sanitäre Einrichtungen im Lager veranschaulichte das Unwissen der Ungarn jüdischen Glaubens. Obwohl die vielen Hundert Menschen auf der Verladerampe an den Bahngleisen nur von einer Handvoll Soldaten bewacht wurden, hätten sie sich dem Willen ihrer Peiniger und Mörder gefügt, so Greif. Auf die Nachfrage einer Schülerin, warum die Opfer keinen Widerstand leisteten, antwortete Greif, dass diese zum einen nicht wussten, dass sie ermordet werden sollten, und zum anderen, dass sie nicht wehrhaft genug waren.

 Er zeigte Bilder von der Trennung der Familien, wie die jüdischen Männer von ihren Frauen und Kindern separiert wurden. Und wie eine Reihe von Menschen bei einem SS-Arzt anstanden, der jeden innerhalb von zwei Sekunden für den Tod in der Gaskammer oder zur Sklavenarbeit bestimmte. 85 bis 90 Prozent, betonte Greif, fanden nach dieser Selektion noch am selben Tag den Tod durch das blausäurehaltige, hochgiftige Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B.

 Die Täter wiederum genossen in ihrer Freizeit nahe dem Lager die Wohltaten einer Luxusherberge. Das zeigte Greif anhand eines Fotoalbums, dass Karl-Friedrich Höcker, Adjutant des letzten Auschwitz-Kommandeurs, anfertigen ließ. Die SS-Soldaten und Frauen vergnügten sich mit Musik, besten Speisen und anderen Genussmitteln, nachdem sie zuvor ihre Opfer gedemütigt, beraubt und ermordet hatten, so Greif. on

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