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Bad Nenndorf Energie-Genossenschaft angeregt
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Energie-Genossenschaft angeregt
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16:19 22.04.2011
Vollversorgung aus erneuerbaren Energien? Die Windräder neben der Autobahn vor Waltringhausen und Riehe könnten bald Zuwachs bekommen. © tes
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Waltringhausen/Riehe (tes). Sie sollen in 1000 Metern Abstand zur Siedlung und 150 Metern zur Autobahn errichtet werden. Diese Projektidee ist vor Beginn entsprechender Verfahren und vor Beschluss durch die politischen Gremien in einer Informationsveranstaltung in der Halle des „Radbach-Treffs“ den Bürgern vorgestellt worden.

Gleich vier Vertreter des Energieerzeugers waren gekommen, um Bedenkenträger mit ins Boot zu holen. Unternehmensziel sei, durch Wind-, Solar- und Bioenergie das höchstmögliche Potenzial erneuerbarer Energien auszuschöpfen und die Bürger zu Beteiligten zu machen, verdeutlichte Regionalleiter Hauke Eggers-Mohrmann. So könnten sich in einer Genossenschaft Bürger mit kleinen Beträgen an der Windkraftanlage beteiligen. Die Anlagen wären in der Lage, die Orte Riehe und Waltringhausen mit Energie zu versorgen.

Durch die 150 Meter hohen Windräder mit einem Rotordurchmesser von 82 Metern und 2,3 MB Nennleistung wäre es möglich, den Strombedarf vor Ort zu decken. Ein Windrad könne 1400 Wohneinheiten versorgen, bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,5 Kilowattstunden pro Haushalt (drei Personen). Diese Investition lohne sich, betonte Projektmanager Daniel Heese-Witt: „Wir können langfristig günstigere Tarife anbieten, weil wir unabhängig sind von Ressourcen, die Preisschwankungen unterliegen.“

Sollte einmal kein Wind vorhanden sein, schalte sich ein Kooperationspartner, die „Pfalz-Werke“, mit regenerativer Energie ein. Allerdings seien die Bedingungen vor Ort optimal. Sowohl Windkarte als auch Schatten- und Schallgutachten hätten den Standort als sehr gut ausgewiesen, verdeutlichte Projektleiterin der Sparte „Wind“, Joane Kolshorn. Bei einem Start ab 2013 wird mit einer Laufzeit von 20 Jahren gerechnet.

Weltweit hat die von zwei Privatunternehmern geführte „juwi Holding“ bereits 435 Windräder errichtet. Auch in Nenndorf sei die Grundstimmung positiv, zog Walter Lubitz, der bei der „juwi“ für die Verträge mit den Grundstückseigentümern zuständig ist, eine positive Bilanz der ersten Informationsveranstaltung. „Wir wollen das 100 Prozent in die Gemeinden tragen“, bestätigte Kolshorn, die die Genehmgungsverfahren betreut: „Alle anderen machen nur Wind, wir machen alles.“

Auf dem Energiesektor sei durch die Ereignisse in Japan viel weggebrochen, erklärte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese das Anliegen, auch weiterhin öffentlich über dieses Projekt zu informeren. Was die Anlieger, die Gemeinde Suthfeld Bürgermeister Horst Schlüter, Jagdpächter und der Betreiber der bestehenden Windkraftanlage zu dem neuen Projekt sagen, lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben dieser Zeitung.

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