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Bad Nenndorf Entkernung soll nächste Woche beginnen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Entkernung soll nächste Woche beginnen
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17:55 02.07.2018
Die Kurhaussanierung soll nun endlich beginnen. Quelle: gus
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Bad Nenndorf

Die Stadt hat nämlich die Aufgaben Abbruch, Entsorgung und Entkernung als Vorbereitung der eigentlichen Sanierung an ein Unternehmen aus Sottrum vergeben. Es handelt sich um die erste Auftragserteilung für tatsächliche Handwerksarbeiten am Kurhaus. Der Auftrag hat ein Kostenvolumen von 460 000 Euro, wie Stadtdirektor Mike Schmidt berichtete. Die Gesamtkosten sollen rund sieben Millionen Euro betragen.

Somit verstrich seit dem Bürgerentscheid im September 2013 fast ein halbes Jahrzehnt, ehe der Wunsch von fast zwei Dritteln der an der Abstimmung teilnehmenden Bad Nenndorfer umgesetzt wird. Oder bis zumindest mit der Umsetzung begonnen wird. Dies entspricht in etwa der Zeitspanne, die im Vorfeld des Bürgerentscheids und nach dem Kauf der Immobilie über deren Sanierung diskutiert und gestritten wurde.

Befürworter vermuteten Hinhaltetaktik

Auch nach dem Votum der Einwohner Bad Nenndorfs ging das Tauziehen um das Vorhaben weiter. Im Rat witterten Befürworter eine Hinhaltetaktik, die die Pläne teurer machen sollte, sodass der Bürgerentscheid, der nur für zwei Jahre Gültigkeit hat, gekippt werden könnte.

In der Tat wurde es Ende 2016 noch einmal eng aus Sicht der Sanierungs-Anhänger. Denn die Kämmerei ebenso wie große Teile des Rates hielten die Kurhaus-Sanierung nicht mehr für finanzierbar. Ausgiebiges Rechnen und ein zusätzlicher Zuschuss stimmten einige Politiker um, sodass im Februar 2017 schlussendlich nur noch die Gruppe CDU/FDP gegen das Vorhaben stimmte. Das Argument: Nur bei Vollvermietung aller Flächen rechne sich eine Sanierung überhaupt.

Anschließend begann die Feinabstimmung der Pläne, die auf einer Voruntersuchung des Planungsbüros pm basieren. Die Bürgerinitiative zur Rettung des Kurhauses um Dorit Kosian, Renate Daseking-Henning und André Zimmermann zog daraufhin ein positives Fazit. Schließlich werde ein verunstaltetes architektonisches Juwel wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt. Und eine Gestaltungssünde in Form eines nüchternen Investorenbaus inmitten des Stadtzentrums wurde verhindert.

Schmidt: Alles geht seinen geplanten Gang

Aufregung ums Kurhaus gab es hier und da aber trotzdem noch. So hieß es in diesem Frühjahr, dass die Arbeiten nicht mit den Urlaubszeiten der Arztpraxis Werner abgestimmt wurden und stattdessen zuerst der Bereich angefasst werden soll, wo ein aus Lauenau stammender Gastronom einziehen soll. Daraufhin war sogar ein temporärer Umzug der Praxis im Gespräch.

Doch zuletzt versicherte Stadtdirektor Mike Schmidt, dass alles seinen geplanten Gang gehen wird. Die nächsten Monate werden es zeigen, genauer: die nächsten Jahre. Denn die Sanierung wird sich mindestens bis Ende 2020 hinziehen.

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