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Bad Nenndorf Erneute Gesprächsrunde bringt keinen Durchbruch
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Erneute Gesprächsrunde bringt keinen Durchbruch
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00:22 20.11.2015
Die Mauer steht nun bereits seit viereinhalb Monaten schief – die Baugitter halten Passanten fern. Quelle: gus
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Bad Nenndorf (gus)

 Die Anfang Juli 2015 nach ergiebigem Regen eingedrückte Mauer unterhalb der Esplanade befindet sich nunmehr seit viereinhalb Monaten in buchstäblicher Schieflage. Ursprünglich hatte es geheißen, dass eine schnelle Lösung her soll. Denn hübsch sieht der Bereich seither nicht aus: Bauzäune und Flatterband sperren den fraglichen Bereich großräumig ab. Die Mauer selbst wurde bereits im Juli – so gut es ging – wieder in Position gebracht.

 Stadtdirektor Mike Schmidt kündigte bereits im September an, dass nach einer einvernehmlichen Lösung mit den verantwortlichen Firmen gesucht wird. Sowohl die Planer des 2013 und 2014 sanierten Bereichs Esplanade als auch die ausführende Firma sitzen mit der Stadt an einem Tisch. Details zu den Gesprächsinhalten wurden bislang kaum bekannt – mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen.

 Doch die ziehen sich augenscheinlich in die Länge. Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte Schmidt das erneute Gespräch zum „Bad Nenndorfer Beinahe-Mauerfall“. Es habe auch Fortschritte in der Sache gegeben – allerdings noch keinen Durchbruch. Mit großer Wahrscheinlichkeit hakt es vor allem an den Reparaturkosten. Denn wer die Zeche zahlt, war auch nach der Auswertung eines Gutachtens nicht zu beantworten gewesen. Anfang September hatte es geheißen, dass eine Vielzahl von Ursachen zu dem Schaden geführt hatte.

 Der Mauerfall ließ auch erneute Kritik an der Beschaffenheit der Kurpark-Wege aufkommen. Die sogenannten wassergebundenen Decken waren bereits während der Planungsphase umstritten gewesen. Im Zusammenhang mit dem Starkregen im Sommer wurde bekannt, dass das Material dieser Wege die Gullys verstopft.

 Doch Befürworter der wassergebundenen Decken wiesen gegenüber dieser Zeitung auf den Umstand hin, dass die Mauer unterhalb einer Asphaltfläche weggedrückt wurde, nicht unterhalb einer wassergebundenen Oberfläche. Dieses lege nahe, dass das Wasser auf Asphalt nicht schnell genug versickert ist und diese Oberflächenbeschaffenheit sogar auch ein Auslöser für den Schaden gewesen sein könnte.

 Dem ungeachtet, sollen zusätzliche Abläufe für Regenwasser installiert werden. Auch mehr Gitter anstelle von Regenrinnen werden gefordert. Darüber hinaus war von Filtern die Rede, die verhindern sollen, dass Material von wassergebundenen Oberflächen die Abläufe verstopft.

 Schmidt sagte jetzt, dass in Kürze ein weiterer Gesprächstermin zum Thema Kurparkmauer folgt. Der Stadtdirektor möchte den Missstand unbedingt vor Ende des Jahres behoben wissen. Allerdings werde es wohl kaum bis zum Weihnachtsmarkt klappen.

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