Bad Nenndorf (tes). Kein Wunder also, dass zahlreiche VfL-Mitglieder den kleinen Weg bis zum „VfL-Dorado“ säumten und Beifall spendeten, als der Bus mit den 54 Gästen aus Frankreich auf dem Parkplatz am Hallenbad eintraf. Alle waren bei Bad Nenndorfer Familien untergebracht. Berührungsängste? Fehlanzeige. Die Familien kennen sich seit Jahren und feierten ein herzliches Wiedersehen – zum Teil in vierter Generation.
Für das gemeinsame Wochenende hatte der VfL ein buntes Programm vorbereitet – vom Besuch im Dinopark, einer gemeinsamen Dampferfahrt auf dem Wasserkreuz in Minden bis zu Freundschaftsspielen und Party. Perfekt Französisch zu sprechen, ist dabei nicht erforderlich. „Der Spaßfaktor steht im Vordergrund“, erklärt VfL-Geschäftsführerin Silke Engelking, die für viele Lacher sorgte, als sie den jungen französischen Sportlern übersetzte, dass sie im Bus mit der Aufschrift Seniorenpflege Rastenburg chauffiert wurden.
Auch für Doudevilles Bürgermeister Daniel Durécu kam erst der Handball und dann die Politik. Der Franzose war lange vorher Chef des Handball-Clubs Doudeville, bevor er das Bürgermeister-Amt übernahm. Den Grundstein für die binationale Verbindung legte Jean Pierre Cavalier gemeinsam mit Erich Thies vom VfL, berichtet Volkert Bokelmann. Seit Cavalier vor einigen Jahren starb, erinnert ein normannischer Apfelbaum neben dem „VfL-Dorado“ an den Franzosen und die Geburtsstunde der Bad-Nenndorf-Doudeville-Verbindung, ergänzt der VfL-Vorsitzende Volker Thies.
Nachwuchsmangel gibt es nicht. Dieses Mal sind besonders viele Familien nach Bad Nenndorf gekommen. „Für die Kinder ist es eine tolle Erfahrung“, so Engelking. Zwar sind die Handballspiele fester Bestandteil der Besuche, im Mittelpunkt stehen jedoch Spiel und Spaß. 40 Kinder tummelten sich dazu im „Dorado“. Auch Fußballer und andere Sportler nutzen diese Chance zum Austausch.
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