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Erste Flüchtlinge voraussichtlich nächste Woche

Ehemalige Kurklinik Erste Flüchtlinge voraussichtlich nächste Woche

Nochmals verschoben hat der Landkreis Schaumburg den Einzug der ersten Flüchtlinge in die ehemalige Kurklinik an der Horster Straße. Die Nenndorfer Polizei sieht dem Schritt – unabhängig vom Zeitpunkt – gelassen entgegen.

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Quelle: dpa

Bad Nenndorf. Die Kreisverwaltung hatte das Land Niedersachsen gebeten, drei Wochen lang keine neuen Asylbewerber nach Schaumburg zu schicken, weil keine Wohnungen mehr verfügbar waren. Dadurch hat sich nach Worten des Ersten Kreisrats, Klaus Heimann, auch die Unterbringung der ersten Flüchtlinge in der Sammelunterkunft an der Horster Straße erneut verschoben.

Anfang März sollten die ersten Schutzsuchenden dort Wohnraum beziehen, nun geht Heimann davon aus, dass die ersten in der kommenden Woche eintreffen. 50 bis 60 sollen das zunächst sein. „Es ist gut, wenn so eine Einrichtung nach und nach bezogen wird“, erklärte der Kreissprecher. Insgesamt gibt es in der Ex-Klinik 125 Plätze.

Welcher Nationalität die dort wohnenden Flüchtlinge sein werden, ist Heimann zufolge offen. Weil zuletzt hauptsächlich mutmaßliche Asylbewerber aus Afghanistan, Syrien, Irak und Iran in Schaumburg angekommen seien, geht der Kreissprecher davon aus, dass sich dies auch bei den nächsten Kontingenten nicht ändern werde. Bislang seien zudem hauptsächlich Familien zugewiesen worden.
In der Kurklinik werden zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes eingesetzt. Diese sind vor allem für den Schutz der Flüchtlinge dort und um mögliche Auseinandersetzungen innerhalb der Bewohnerschaft zu verhindern beziehungsweise zu schlichten. Zudem kümmern sich Sozialarbeiter der Arbeiterwohlfahrt (Awo) um die Asylbewerber.

Mit Rücksicht auf einen Gastronomen hat der Kreis die Balkontüren der Wohnungen in der Sammelunterkunft verriegeln lassen. Dies soll verhindern, dass die Gäste des Übernachtungsbetriebs von Lärm gestört werden.

Die Polizei wird nach der Ankunft der ersten Ex-Klinik-Bewohner keine verschärfte Präsenz zeigen. Dies begründeten die führenden Beamten des Bad Nenndorfer Kommissariats damit, dass sie bislang weder negative Erfahrungen mit Asylbewerbern gemacht haben, noch mit nennenswert steigender Kriminalität rechnen.

„Die Leute, die hierherkommen, sind ja nicht grundsätzlich arm. Die meisten Flüchtlinge hatten früher in ihren Ländern ein geordnetes Leben“, betont Chefermittlerin Heidrun Schäfer. Dienststellenleiter Michael-Andreas Meier räumt ein: Auszuschließen ist nicht, dass sich unter den Flüchtlingen Kriminelle befinden, aber dafür gebe es keine Anhaltspunkte aus den bisherigen Erfahrungen vor Ort.

Laut Steffen Arndt, Leiter Einsatz- und Streifendienst, hat die Nenndorfer Polizei seit den Anschlägen in Barsinghausen zumindest Präsenzstreifen eingeführt, die alle Flüchtlingsunterkünfte in ihrem Zuständigkeitsgebiet ansteuern – sowohl Wohnungen als auch die beiden Sammelunterkünfte. Einmal pro Schicht werde diese Tour unternommen.  gus

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