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Erziehungssache

Verkehr an der Berlin Schule Erziehungssache

Dass die Verkehrszustände morgens und mittags an der Bad Nenndorfer Berlin Schule chaotisch sind, ist inzwischen bekannt. Zu Beginn des neuen Schuljahres hatte die Polizei Präsenz gezeigt und versucht, die Situation zu entschärfen. Doch hinterließ der Einsatz offenbar keinen langfristigen Effekt.

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Jessica Rohde wartet auf ihren Sohn. Die Verkehrssituation hinter der Schule ist oft chaotisch und unübersichtlich.

Quelle: göt

Bad Nenndorf. Auch Verwaltung und Politik diskutieren diese Problematik offen (wir berichteten). Die Polizei hat jüngst die Eltern aller Erstklässler zu überzeugen versucht, ihre Kinder zu Fuß zur Schule zu bringen. Doch das hat nach Angaben vom Pressesprecher Jürgen Henze nicht gefruchtet. Er sieht derzeit keinen anderen Ausweg, als auf verschärfte Kontrolle und Bußgeld zu setzen. „Das alles hilft nicht, wenn die eigenen Eltern unserer Schüler nicht mitziehen“, sagt Jessica Rohde vom Elternrat.

Rohde selbst wohnt in Heuerßen und muss ihren Sohn deshalb wochentäglich mit dem Auto in die Kurstadt fahren. Doch würde sie den Drittklässler wohl auch bringen und wieder abholen, wenn sie in Bad Nenndorf wohnen würde, räumt sie ein. Die Situation sei so chaotisch und unübersichtlich, dass sie ihr Kind nicht allein gehen lassen würde. So scheint es vielen Eltern zu gehen. Die Zahl der sogenannten Elterntaxis ist enorm. „Das ist ein Kreislauf“, sagt Rohde. Die Kinder, die zu Fuß kommen, sind nicht sicher, was zu noch mehr Verkehr durch Elterntaxis führt.

Noch schlimmer an der Schillerstraße

Schwerpunkt in der politischen Diskussion und auch im Fokus der Polizei war bislang der vordere Teil der Schule, meint Rohde. Doch gerade nach Schulschluss sei es hinter der Schule, also an der Schillerstraße, noch schlimmer.

Schräg gegenüber der Schule warten zu dieser Zeit zahlreiche tatsächliche Taxis vor einer Arztpraxis. Ein Stück weiter die Straße fahren weitere Eltern vor, um ihre Kinder von Krippe und Kindergarten abzuholen. An der Stelle werde es richtig voll. Fahrzeuge stehen im Halteverbot, es wird gehupt, Autos weichen über den Bordstein aus, um aneinander vorbei zu kommen.

Der Elternrat würde diese Situation gerne verbessern – auch um den Taxis und den Eltern von Krippen- und Kindergartenkindern mehr Platz einzuräumen. „Wir müssen Alternativen anbieten“, sagt die Elternvertreterin. Das Ein- und Aussteigen soll, geht es nach dem Elternrat, auf den Parkplatz am Hallenbad verlegt werden. Eine sogenannte Kiss-and-Ride-Zone, die die Verwaltung ins Gespräch gebracht hatte, ist für die Elternvertreter keine ausreichende Lösung. „Dann stehen die Eltern Schlange auf der Straße“, meinte Rohde.

Elternrat für Bedarfsampel

Besser wäre der nahegelegene Parkplatz. Die Schüler könnten den Zebrastreifen nutzen, um sicher in die Schule zu kommen. Eltern könnten auch dort parken und ihre Schützlinge zu Fuß bis vor die Schule bringen, regt Rohde an. An der Stelle würde sich der Elternrat statt Zebrastreifen eine Bedarfsampel wünschen, um die Querung der Straße noch sicherer zu machen.

Doch damit der große Parkplatz genutzt wird, müsste man hinter der Schule das Parkverbot ausweiten oder eine Einbahnstraße einrichten, überlegt Rohde, damit das Abholen der Kinder an der Stelle unattraktiv wird. Hinzu kommt noch, dass die Türen an der Vorderseite während der Unterrichtszeit geschlossen sind.

Die Kinder kommen also über den Schulhof raus, weshalb die Eltern lieber auf der Rückseite der Schule warten. Auch hier müsse gemeinsam mit der Schule, die sich in der Hinsicht schon offen gezeigt habe, eine Lösung gefunden werden, erklärt Rohde. Es sei eine Frage der Gewohnheit, wo die Eltern ihre Kinder einsammeln. „Das ist einfach eine Erziehungssache“, sagt Rohde mit Blick auf die Grundschule. göt

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