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Es bleibt bei zwei Heimen

Kreis will keine Gemeinschaftsunterkunft in Bad Nenndorf schließen Es bleibt bei zwei Heimen

Der Landkreis Schaumburg hat zwar derzeit mehr als ausreichend Wohnraum für Flüchtlinge, doch dies wird nicht zur kurzfristigen Schließung einer der beiden Bad Nenndorfer Sammelunterkünfte führen. Dies hat der Erste Kreisrat Klaus Heimann auf Anfrage erklärt.

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Bad Nenndorf. In der vergangenen Woche war durch die Gazetten gegangen, dass die Kommunen in Niedersachsen zu viel Wohnkapazitäten angemietet, gekauft oder gebaut haben und nun versuchen, kostenträchtige Objekte abzustoßen oder umzunutzen. Zwar hat der Landkreis auch begonnen, Einrichtungen zu leeren und zu schließen, aber nicht in Bad Nenndorf.
Eher hat die Verwaltung das Kreishaus Rinteln im Blick. „Die Stadt Rinteln ist stark belastet“, betont Heimann. Ebenso Bückeburg, wo die Herderschule derzeit wieder leer steht, aber als Puffer für mögliche Zuströme von Asylbewerbern vorgehalten bleiben soll. Darüber hinaus habe die Kreisverwaltung die Kommunen bereits vor einiger Zeit angewiesen, keine weiteren Wohnungen für Flüchtlinge mehr im Namen des Landkreises anzumieten. „Wir haben derzeit genug“, so Heimann.

Keine Schließung

In Bad Nenndorf bleiben auch die beiden Gemeinschaftsunterkünfte am Harrenhorst und in der ehemaligen Rheumaklinik an der Horster Straße in Betrieb. Die Option, beispielsweise die Rheumaklinik als Asylunterkunft zu schließen, wird der Landkreis nicht ziehen – auch nicht mit Blick auf das benachbarte Wellness-Hotel, das seit Inbetriebnahme der Gemeinschaftsunterkunft befürchtet, dass die eigenen Gästezahlen abnehmen könnten.
Heimann zufolge geben die aktuellen Belegungszahlen die Schließung eines Heims und die Konzentration aller Flüchtlinge auf einen Standort nicht her. 100 Flüchtlinge sind an der Horster Straße, 33 am Harrenhorst untergebracht. In dem ehemaligen Pflegeheim am Harrenhorst kommen maximal 90 unter, in der Ex-Klinik ist Platz für maximal 120 Asylbewerber.
Reagieren will der Landkreis aber trotzdem auf den geringeren Zustrom von Flüchtlingen. In beiden Bad Nenndorfer Gemeinschaftsunterkünften sollen in Kürze etwa 50 Asylbewerber wohnen. Daraus erwartet Heimann auch eine Entlastung für das Wellness-Hotel, weil eine niedrigere Belegungszahl die Auswirkungen auf den Gästebetrieb mindern dürfte. Ebenso wichtig ist für den Kreis aber eine Entspannung der Situation der Flüchtlinge selbst. Geringere Belegungszahlen sind Heimann zufolge sozial verträglicher.
Der Landkreis will auch nicht zu eng kalkulieren – sollte der Zustrom von Asylbewerbern wieder ansteigen, müssten ausreichend leere Wohnungen vorhanden sein. In Bad Nenndorf würde ohnehin eher das Heim am Harrenhorst geschlossen. Dort läuft der Mietvertrag über zwei Jahre, der für die Ex-Klinik ist auf fünf Jahre befristet worden. „Wir haben in die ehemalige Kurklinik auch viel investiert“, so Heimann.

gus

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