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Es hagelt Beschwerden

Lärmproblem Es hagelt Beschwerden

Zu laut, zu schnell und grundsätzlich zu viel Verkehr: Inmitten der Debatte zum Verkehrskonzept der Stadt Bad Nenndorf haben sich mehrere genervte Bürger zu Wort gemeldet. Vermeintliches Übel ist allerorts das selbe: der Durchgangsverkehr.

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Absolut ansteckend

Symbolbild

Quelle: Archiv

Bad Nenndorf. Dabei bescheinigte Planer Lothar Zacharias der Kurstadt kürzlich kaum Durchgangsverkehr (wir berichteten). Dieser fließe über die umliegenden Strecken. Allerdings räumte er ein, dass dies Definitionssache ist. Auch innerörtliche Bewegungen können Durchgangsverkehr sein, wenn beispielsweise Autofahrer von den Wohngebieten im Westen durch die Lehnhast und die Brunnenstraße in die Innenstadt steuern. Beide Strecken stehen nicht zum ersten Mal wegen des Verkehrs im Fokus.

August Becker ist erst vor wenigen Monaten in die Kurstadt gezogen. „Wir haben uns vom ersten Tag sehr wohl in der neuen Umgebung gefühlt, jedoch dann erst mitbekommen, welche Menge an Autos durch die Lindenallee in beide Richtungen über das holperige Pflaster dieser Straße rast“, beschreibt er die Situation. Für Radfahrer sei es zu den Stoßzeiten morgens und abends besonders schlimm. „Da muss man speziell in der Lehnhast durch rücksichtslose Autofahrer um seine Gesundheit fürchten“, schildert Becker. Er würde sich wünschen, mehr Nebenstraßen als Einbahnstraßen auszuweisen. Außerdem gebe es viel zu wenige Geschwindigkeitskontrollen in der Kurstadt.

"Durchfahrverbot verhindert keine Autofahrt"

In der Bauausschusssitzung hatte Werner Amelung erneut auf die Probleme an der Brunnenstraße hingewiesen. Er hofft nach wie vor darauf, dass die Zufahrt zu Wilhelmstraße und Kramerstraße abgeriegelt wird. Dafür habe sich eine Anliegerversammlung einhellig ausgesprochen. Grundsätzlich ist die Sache nicht vom Tisch, so Stadtdirektor Mike Schmidt. Zacharias hatte allerdings auch gesagt, dass ein Durchfahrverbot keine einzige Autofahrt verhindert. Der Verkehr verlaufe dann nur anderswo.

Lindenallee, Lehnhast und Rudolf-Albrecht-Straße gehören zu den Straßen, die es noch neu zu klassifizieren gilt, erklärte Schmidt. „Wir müssen hier einen Schritt nach dem anderen machen“, sagt er. Nach der Klassifizierung werden die Straßen entsprechend angegangen. Bestätigt die Analyse also die Probleme, könnten die betroffenen Straßen für den Durchgangsverkehr unattraktiver gestaltet werden. Schmidt bittet deshalb um Geduld.

Mehr Lärm durch Neubaugebiet

Dieter Germann lebt schon seit über 25 Jahren an der Straße Horster Feld. Auch er beklagt die Raser und reichlich Durchgangsverkehr. Insbesondere der Lärm sei eine große Belastung, klagt Germann. Durch das Neubaugebiet sei die Situation noch einmal schlimmer geworden. Er würde sich eine Ausweitung des Lärmschutzes wünschen und schlug außerdem vor, an dieser Stelle auch das Tempolimit von 40 Kilometern in der Stunde weiter zu reduzieren. Auch eine Entlastungsstraße ist für den Anwohner, der sich seit Jahren über den zunehmenden Verkehr ärgert, denkbar. göt, gus

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