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Esplanade: Mauer droht nach Gewitter einzustürzen

Schock im Park Esplanade: Mauer droht nach Gewitter einzustürzen

Das Gewitter vom vergangenen Sonntag ist für die Stadt Bad Nenndorf auch im Nachgang ungemütlich: Der Kurparkbereich Esplanade hat erhebliche Schäden davongetragen. Eine Mauer drohte umzukippen und wurde vom Bauhof gesichert. Außerdem hat sich Wasser in die Wege „gefressen“.

Bad Nenndorf (gus).  Warum es zu diesen Schäden gekommen ist, konnte die Verwaltung noch nicht beantworten. Mitarbeiter des Bauamtes hatten sich die fraglichen Stellen angeschaut und den betroffenen Bereich der Mauer mit Flatterband abgesperrt. Die Steine kippen bedenklich nach vorn, möglicherweise werden sie von Hang aus in Richtung des Hotels Esplanade gedrückt. Dafür spricht auch die Schieflage des Zauns oberhalb der Mauer.

 Die Rinnen im Untergrund bilden für die Passanten derzeit Stolperfallen. Denn speziell Menschen, die mit Rollatoren unterwegs sind, dürften erhebliche Probleme haben, die Strecke vom Brunnentempel bis zum Sonnengarten zurückzulegen. Mehrere Zentimeter tiefe Furchen hat das Wasser dort an etlichen Stellen in die Wege gespült.

 Für Stadtdirektor Mike Schmidt steht außer Frage, dass es sich um einen Schaden handelt, für den die Konstrukteure der Esplanade im Rahmen der Gewährleistungspflicht aufkommen müssen. Geplant hat den Abschnitt das Büro Kirchner, ausgeführt hat die Arbeiten das Unternehmen Rasche. Rasche musste bereits im vergangenen Jahr nacharbeiten, als zur Eröffnung der Esplanade Ausführungsmängel aufgetreten waren.

 Ein Krisengespräch mit Vertretern der Firma Rasche soll in dieser Woche Klarheit darüber bringen, wie es zu den Schäden gekommen ist. Denn die Reparatur ist eine Sache. Schmidt will sicher gehen, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Nicht nur die Mauer, auch die Wege müssen ein Gewitter schadlos überstehen, betont der Stadtdirektor. Während der Planung hatten Politiker aus SPD und CDU die wassergebundenen Wegdecken im Park bemängelt und mehr Asphalt gefordert – diese Kritiker dürften sich nun bestätigt fühlen.

 Schmidt hat derweil in seiner erst seit November 2014 währenden Amtszeit bereits zum zweiten Mal Ärger mit dem Kurpark. Während die „Puller-Poller“ noch immer nicht ausgetauscht sind, bleibt der Stadtdirektor aber besonnen: „Die Freude über den Kurpark ist immer noch größer als der Ärger“, so Schmidt. Man müsse die Schäden auch in Relation zu dem Gesamtprojekt sehen, das vier Millionen Euro schwer ist.

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