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Ex-Klinik bleibt Flüchtlingsheim

Sammelunterkünfte in Bad Nenndorf Ex-Klinik bleibt Flüchtlingsheim

Der Landkreis bleibt weiter bei der Linie, die beiden Sammelunterkünfte für Flüchtlinge in Bad Nenndorf nur mit maximal 50 Personen zu füllen. Gerüchten, in der ehemaligen Rheumaklinik an der Horster Straße lebten derzeit 100 Asylsuchende, begegnete Kreisrat Klaus Heimann mit aktuellen Zahlen.

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Die frühere Klinik an der Horster Straße beherbergt derzeit 50 Flüchtlinge.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Demnach befinden sich in der Ex-Klinik 50 Flüchtlinge. 35 sind in dem einstigen Pflegeheim am Harrenhorst untergebracht. Die Maximalzahlen sind 125 für die Horster Straße und 95 für den Harrenhorst. Heimann ergänzt jedoch, dass das ehemalige Pflegeheim in Kürze wieder mit 50 Personen belegt sein soll. Auch wenn die Auslastung der beiden Heime deutlich niedriger liegt, als in der Bevölkerung vermutet wird, so schürt der Kreisrat keine Hoffnungen, dass die Gemeinschaftsunterkünfte bald ganz geschlossen werden könnten. Allein zum Auffangen möglicher neuer Flüchtlingswellen müssten einige Sammelunterkünfte im Landkreis verbleiben.

Den Harrenhorst, wo verstärkt Asylsuchende mit körperlichen Gebrechen untergebracht werden, will der Landkreis nach Möglichkeit nicht länger als ein weiteres Jahr betreiben. Der Mietvertrag war auf zwei Jahre ausgelegt, vor rund zwölf Monaten waren die ersten Flüchtlinge eingezogen.

Die ehemalige Klinik soll aber noch – wie geplant – vier Jahre als Sammelunterkunft dienen. Was danach passiert, ist Spekulation. „Es weiß ja keiner, was noch auf uns zukommt“, betont Heimann. Die Ansiedlung des Heims hatte auch deshalb für Schlagzeilen gesorgt, weil sich direkt daneben ein Wellness-Hotel befindet.

"Komplett entspannte" Situation

Polizeilich sind die Flüchtlinge in den beiden Heimen kaum aufgefallen. Als „komplett entspannt“ bezeichnet Polizeisprecherin Petra Bergmann die Situation. Die Beamten stünden in engem Kontakt mit der Awo. Zwar würden die Ordnungshüter bei familieninternem Streit hin und wieder hinzugezogen und müssten auch Ermittlungen aufnehmen. Das komme aber nur selten vor und sei auch der schwierigen Situation der Flüchtlinge geschuldet.

Zwei aufsehenerregende Fälle gab es allerdings doch: Im vergangenen Dezember verletzte sich ein Sicherheitsdienstler, als er einem wütenden Flüchtling ein Messer abnehmen wollte. Dabei handelte es sich um ein Eifersuchtsdrama, der Asylbewerber galt zudem als traumatisiert.

Und in einer Nacht im August gerieten drei junge Flüchtlinge mit zwei jungen Deutschen in Streit – alle Beteiligten waren Bergmann zufolge alkoholisiert, und die Schuldfrage sei nicht zu klären gewesen. gus

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