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Ex-Paulus-Stift: Es tut sich etwas

Bad Nenndorf Ex-Paulus-Stift: Es tut sich etwas

Am Harrenhorst in Bad Nenndorf soll sich in Kürze etwas tun: Anstelle des dort leer stehenden ehemaligen Pflegeheims könnten weitere Wohnhäuser entstehen.

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Geklingelt hat beim Paulus-Praetorius-Stift wohl seit Jahren niemand mehr. Bald könnte der Komplex am Harrenhorst verschwinden.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte auf Anfrage der stellvertretende Stadtdirektor, Frank Behrens. Die Stadt sei in den Prozess allerdings noch nicht direkt eingebunden. Dies geschehe wohl erst, wenn die Rahmenrichtlinien für die neue Bebauung festgelegt werden müssen. Derzeit liege lediglich die Information vor, dass ein Investor am Harrenhorst ein Wohnprojekt plant.

Wer der Investor ist, dazu konnte Behrens nichts sagen. Offen ist auch, in welchem Umfang dieser bauen will und ob das ehemalige Seniorenheim abgerissen wird. Denn daneben ist noch ein freies Grundstück zu haben. Sollten auf beiden Arealen – auf dem jetzt freien und auf dem des Ex-Heims – Wohnungen geplant sein, käme dies im Ausmaß in etwa dem gleich, was am Agnes-Miegel-Platz entstanden ist. Dort errichteten Investoren gleich mehrere Gebäude mit Mietwohnungen.

Das frühere Seniorenheim Paulus-Praetorius-Stift steht seit mehreren Jahren leer. 2011 hatte die Betriebs-GmbH einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht gestellt. Der Grund sollen Mietrückstände in Höhe von 300000 Euro gewesen sein. Denn die GmbH hatte das Gebäude lediglich gemietet. Nicht erfüllte Wünsche an den Vermieter – es ging dem Vernehmen nach um Renovierungen, die jahrelang auf sich warten ließen – sollen der Auslöser für einen mehrjährigen Streit gewesen sein.

Im Laufe des Verfahrens übernahm die Florali AG das Heim. 2012 zogen die Bewohner des Paulus-Praetorius-Stifts und des Florali-Heims an der Kramerstraße in die neu gebaute „Pflegeeinrichtung im Zentrum“ (PiZ) auf den ehemaligen Tennisplätzen. Am 1. August 2013 übernahm dann mit den VBS Sozialbetrieben ein neues Unternehmen das PiZ. VBS hat seinen Sitz in Coppenbrügge, betreibt dort das Klinikum Lindenbrunn und außerdem Pflegeheime in Bückeburg, Rehburg-Loccum und Hameln.

Die 2011er Insolvenz war aber auch nicht die erste Pleite des Stifts. 2004 hatte die vorherige Betreiberin ebenfalls finanzielle Schieflage bekommen, danach übernahm die Praetorius GmbH die Geschäfte. In der jüngeren Vergangenheit hatte der Wildwuchs auf dem Gehweg vor dem Ex-Heim für Kritik gesorgt. Schon da hatte Stadtdirektor Mike Schmidt angedeutet: „An der Stelle passiert bald etwas.“

Ob die Entwicklung die Bewohner des Siedlungsbereichs rings herum erfreuen wird, ist allerdings offen. In Bad Nenndorf haben große Wohngebäude zuletzt auch Unmut heraufbeschworen, weil sie das Stadtbild negativ beeinträchtigen. Der jetzige Leerstand ist zwar alles andere als hübsch, allerdings könnte eine große Anzahl an Wohnungen auch unerwünschten zusätzlichen Verkehr mit sich bringen. gus

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