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Experte untersucht Schäden im Kurpark

Keine Theorie überzeugt Experte untersucht Schäden im Kurpark

 Im Krisengespräch zum Thema Kurpark haben sich die Stadt und die Firmen Rasche und Kirchner darauf geeinigt, einen unabhängigen Sachverständigen einzuschalten, der die Ursache der Unwetterschäden ermitteln soll. Denn Theorien gab es wohl einige – doch die Beteiligten überzeugte keine davon vollständig.

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Die Mauer bleibt vorerst abgezäunt – immerhin muss so lange niemand den Mülleimer leeren.gus

Quelle: gus

Bad Nenndorf (gus). Lag es an einer verstopften Drainage-Leitung, dass das Gewitter am vergangenen Wochenende eine Mauer fast zum Einstürzen brachte? Oder war die Mauer nicht ausreichend befestigt? Stimmt etwas mit der Statik nicht? Oder mit dem Wasserabfluss von der Esplanade? Die Experten sind unschlüssig. „Ich habe nur klargemacht: Die Stadt trägt die Verantwortung mit Sicherheit nicht“, sagte Stadtdirektor Mike Schmidt auf Anfrage.

 Es gelte, herauszufinden, auf welcher Ebene der Fehler passiert ist, der zu dem Schaden geführt hat. Entweder ist der Planer dafür verantwortlich oder es ist die ausführende Baufirma. Dass es sich um einen allein auf das Unwetter zurückzuführenden Schaden handelt, schließt Schmidt aus. Ein gewöhnliches – wenn auch heftiges – Gewitter müsse die frisch renovierte Esplanade schon aushalten.

 Um die Frage zur Drainage-Leitung zu beantworten, wird nun eine Kamerafahrt vorbereitet. Möglich sei, dass die installierte Drainage-Leitung an einer Stelle gequetscht wurde, sodass das Wasser nicht schnell genug ablaufen konnte. Dafür wird in der Nähe der Mauer ein sogenanntes Kopfloch gegraben, durch das eine Kamera in das Entwässerungsrohr gelassen wird.

 Der Sachverständige soll darüber hinaus die statischen Berechnungen prüfen und auch die Verankerung der Mauer mit dem Fundament. Die Stadt steht laut Schmidt in der Pflicht, nachzuweisen, ob und wo ein Fehler vorgelegen hat. Diese Untersuchung soll aber die gesamte Mauer umfassen. „Uns ist ja nicht damit geholfen, wenn wir den Schaden beheben lassen und dann irgendwann an einer anderen Stelle dasselbe noch einmal passiert“, so Schmidt. Der Sachverständige klärt auch, wie es zu den Wasserfurchen im Untergrund gekommen ist.

 Derweil hat Ratsherr Michael Kosian (WGN) an anderer Stelle ein möglicherweise ursächliches Problem festgestellt: In einer Stellungnahme, die dieser Zeitung vorliegt, geht Kosian davon aus, dass die drei Gullys auf der Esplanade nicht ausreichen, um Starkregen abzuleiten. Zudem könnten die Gullys vom Geröll der wassergebundenen Decken verstopft werden. Außerdem schreibt Kosian, dass die Mauer nicht im Fundament verankert war.

 Die Niederschlagsmenge taxiert der WGN-Politiker auf 40 Liter pro Quadratmeter. Bei 1000 Quadratmetern Esplanade-Fläche ergibt dies 40000 Liter.gus

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