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Fachausschuss sagt ja zu Erweiterung der Gehrenbreite

Expansion rückt näher Fachausschuss sagt ja zu Erweiterung der Gehrenbreite

Das Gewerbegebiet Gehrenbreite kann aus Sicht des Planungs- und Umweltausschusses der Samtgemeinde erweitert werden. Die nötige Flächennutzungsplanänderung verabschiedete das Gremium mit 7:1 Stimmen. Samtgemeinderat und Landkreis müssen noch zustimmen. Außerdem muss die Stadt Bad Nenndorf den Bebauungsplan modifizieren.

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Bad Nenndorf.  Zwischen der S-Bahnlinie, der B 442 und dem bestehenden Gebiet Gehrenbreite sollen 18 Hektar Gewerbefläche entstehen. Planer Georg Seibert pries die Stadt Bad Nenndorf glücklich, dass sie solche Flächen in dieser Größenordnung zusammenhängend ausweisen kann. Das Gelände sei ideal, weil es schnell von A2, B442 und B65 zu erreichen ist. Ein weiterer Vorteil sei der nahe Bahnhof, der Arbeitnehmern die Anfahrt per Zug ermöglicht. Ralph Tegtmeier (SPD) sprach zudem von einer Arrondierung, die auf Jahre hinaus den Bedarf deckt. Werner Bövers (CDU) verwies auf riesige Gewerbegebiete umliegender Kommunen, die es Bad Nenndorf vormachten.

Planer erwartet kaum Probleme mit Naturschützern

 Ein umlaufender Grünstreifen soll das Areal von den benachbarten Bereichen optisch abtrennen. Aber auch ein möglicher Lärmschutz per Wall und eine Baumreihe sind denkbar. Am Büntegraben ist eine kleine Grünfläche vorgesehen, wo ein Regenrückhaltebecken Platz finden könnte, so Seibert. Gravierende Naturschutzkonflikte erwartet der Ingenieur nicht. Ein Feldlärchenbrutplatz könnte die Samtgemeinde zu einer speziellen Ausgleichsmaßnahme zwingen, was aber im jetzigen Verfahrensstadium noch keine Rolle spiele. Weitere Einschränkungen könnten sich aus dem Umstand ergeben, dass das Areal im Heilquellenschutzgebiet Bad Nenndorf-Algesdorf liegt. Matthias Kahle erkundigte sich, ob in den Plänen berücksichtigt sei, dass die Bahn irgendwann ein zweites S-Bahngleis bauen könnte. Seibert verneinte dies, die Bahn habe in ihrer Stellungnahme aber auch nicht auf solch ein Vorhaben hingewiesen. Werner Bövers (CDU) sagte, dies sei Sache des Bebauungsplanverfahrens.

Dies betreibt derzeit die Stadt Bad Nenndorf. Stadt hat nicht genügend Flächen für Öko-Ausgleich

 Wolfgang Lehrke (SPD) erneuerte seine Grundsatzkritik an dem Gewerbegebiet, das er als „vollkommen überdimensional“ bezeichnete. Auf seine Frage hin rechnete Seibert vor, dass möglicherweise fünf bis sechs Hektar ökologische Ausgleichsfläche gestaltet werden müssen. Bauamtsleiterin Annette Stang räumte ein, dass die Stadt Bad Nenndorf diese Flächen derzeit nicht hat. Die Erschließungskosten liegen laut Stang wohl bei 20 Euro pro Quadratmeter, was eine Gesamtsumme von etwa 3,5 Millionen Euro ergäbe. Zuhörer Ivar Henckel bemängelte, dass das Landschaftsbild negativ verändert wird. Und er bezweifelte, dass Gewerbegrundstücke in der vorhandenen Größenordnung zu vermarkten sind, zumal das Gelände, wo jetzt der Solarpark steht, 20 Jahre lang nicht an den Geschäftsmann gebracht werden konnte. Stang hielt jedoch dagegen: Die Nachfrage sei groß, zudem wolle die Stadt das Gebiet in kleinen Parzellen veräußern. Im ersten Schritt ist aber ohnehin nur die Vermarktung des Bereichs zwischen S-Bahn und der Straße Gehrenbreite das Ziel.

Von Guido Scholl

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