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Fahrrad-Werkstatt zieht ins Kurhaus

Bad Nenndorf Fahrrad-Werkstatt zieht ins Kurhaus

Auf Initiative der Radlergruppe „Mit Bahn, Plan und Elan“ Haste ist das Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge – FAFF“ ins Leben gerufen worden. Im Kurhaus hat die Gruppe eine Werkstatt bezogen, um Drahtesel entsprechend herzurichten, sodass sie Asylbewerbern als Fortbewegungsmittel dienen können. Doch auch bedürftige Deutsche können Räder von der Gruppe beziehen.

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Michael Volk (von rechts), Klaus-Dieter Stäber, Manfred Kahle und Joachim Toemmler setzen Fahrräder für Flüchtlinge instand.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Die Verwaltung stellte den ehrenamtlichen Helfern Werkstatt- und Lagerräume im alten Kurhaus zur Verfügung. Manfred Kahle, Konrad und Wiebke Kruse, Klaus-Dieter Stäber, Joachim Toemmler und Michael Volk suchten zusammen, was sie zum Reparieren und Warten der Fahrräder benötigen. Ziel ist es, dass die Asylbewerber die Fahrräder in der Werkstatt bald selbst reparieren und verkehrssicher ausstatten können. Das Projekt FAFF nutzt private Fahrradspenden und die Rädersammlung aus dem Fundbüro der Samtgemeinde Nenndorf.

Gut erhaltene Fahrräder werden schnell fahrbereit gemacht. Von „Totalschäden“ können die Hobbymechaniker immerhin Ersatzteile verwenden. Dennoch fehlt hin und wieder Material. Die Hohnhorster Kirche in Kooperation mit der Dorfgemeinschaft Rehren und der Nenndorfer „Sprachkurs für Willkommene“ haben der Initiative daher eine Spende überreicht, damit Engpässe auf dem Gebiet der Ersatzteilbeschaffung vermieden werden können.

Zehn Fahrräder sind bereits von der Polizei überprüft worden und stehen zur Übergabe bereit – zehn Räder warten noch auf die polizeiliche Abnahme, weitere sind in Arbeit. Darüber hinaus plant die Initiative, den Flüchtlingen Kurse in Verkehrserziehung anzubieten, damit sie die wichtigsten Regeln der Straßenverkehrsordnung einhalten und weitgehend sicher unterwegs sind.

Dass die Werkstatt die Räume wegen der bevorstehenden Kurhaussanierung wohl recht bald wieder aufgeben muss, bedeutet nicht, dass sich die Initiative auf eine kurzfristige Tätigkeit einrichtet. Gern würden die Fahrradexperten später in andere Räume umziehen. Angebote nehmen sie gern entgegen. Vorerst gelte der Dank jedoch der Samtgemeinde, die Räume im Bereich der früheren Kegelbahn bereitgestellt hat.

Gespendete Fahrräder und Ersatzteile – gern auch Werkzeug – können entweder zu den regelmäßigen Öffnungszeiten, mittwochs von 10 bis 12 Uhr, in der Werkstatt abgegeben oder nach telefonischer Vereinbarung unter der Rufnummer (05723) 81715 abgeholt werden. Für Donnerstag, 10. Dezember, ist während des Nenndorfer Weihnachtsmarktes von 13 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür geplant.

Bei der Vergabe der Räder kooperiert die Gruppe mit dem Projekt „Sprachkurs für Willkommene“, das im Mehrgenerationenhaus „Vereinsheim“ angesiedelt ist. Demnächst sollen die Räder aber auch denjenigen Flüchtlingen zur Verfügung stehen, die ganz neu in Nenndorf ankommen. gus

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