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Fehlalarme stoppen

Sammelunterkunft an der Horster Straße Fehlalarme stoppen

Die Sammelunterkunft für Asylbewerber an der Horster Straße ist zuletzt häufig das Ziel von Einsatzfahrten der Feuerwehr gewesen.

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Wenn der Alarm schrillt, muss die Feuerwehr anrücken und die Bewohner müssen die Unterkunft verlassen.

Quelle: wil

BAD NENNDORF. Stets handelte es sich allerdings um Fehlalarme. Der Landkreis als Betreiber des Heims will nun Änderungen vornehmen, damit die Brandschützer nicht mehr umsonst ausrücken müssen.

Seit dem 6. Juli musste die Bad Nenndorfer Feuerwehr fünfmal dorthin ausrücken. Der jüngste Vorfall datiert vom 9. August. In den sozialen Netzwerken hat die Häufung der Fehlalarme bereits zu Diskussionen geführt, in denen Vorwürfe geäußert wurden, die Bewohner der Unterkunft lösten die Feuerwehreinsätze aus Langeweile selbst aus.

Wasserdampf ist der Auslöser

Doch das stimmt nicht. Nach Angaben von Kreissprecher Klaus Heimann ist das Problem ein Feuermelder, dessen Alarm von Wasserdampf ausgelöst wird. Dieser Dampf stammt von einem Waschbecken in einem Nebenraum, wenn dort beispielsweise Nudeln abgegossen werden. Für dieses Waschbecken ist der Feuermelder aber gar nicht zuständig, so Heimann.

Daher werde jetzt eine Vorrichtung montiert, die dafür sorgt, dass die Tür zwischen den beiden Räumen nicht mehr offen stehen kann. Dann dringt auch kein Wasserdampf mehr zu dem Feuermelder vor. Diesen zu versetzen, sei aus technischen Gründen nicht möglich. Heimann hofft, dass sich dann keine Fehlalarme mehr ergeben. „Wir setzen alles daran, dass das Problem gelöst wird“, betont der Kreissprecher. Als Betreiber sei der Landkreis dafür schließlich verantwortlich.

Bewohner bleiben noch länger

Wie schnell Diskussionen in den sozialen Netzwerken in den Phantasiebereich abdriften, lässt sich an diesem Beispiel nachzeichnen. Angeblich stehen nach den Fehlalarmen einige der Asylbewerber auf dem Bürgersteig, machen Fotos und lachen über das vermeintlich von ihnen heraufbeschworene Szenario. Dass die Flüchtlinge dort stehen, ist ganz normal. „Die Bewohner müssen natürlich das Gebäude verlassen bei Feueralarm“, erklärt Heimann. Dasselbe gelte für das Personal.

Einen Engpass in dem Heim hat der Landkreis gerade behoben. Zwischenzeitlich waren nach Auskunft zweier Bewohner nur noch zwei funktionierende Waschmaschinen in der Unterkunft vorhanden. Drei waren wegen Defekten außer Betrieb. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall. Heimann zufolge werden außerdem zwei weitere Waschmaschinen und ein zusätzlicher Trockner aufgestellt. Aktuell wohnen fast 100 Asylbewerber in dem Gebäude, das noch einige Jahre als Sammelunterkunft genutzt werden soll.

Die zweite Unterkunft dieser Art am Harrenhorst hat der Landkreis noch bis April 2018 gemietet. Wie es dann weiter geht, ist Heimann zufolge offen. gus

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