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Feueralarm im Flüchtlingsheim

Bad Nenndorf Feueralarm im Flüchtlingsheim

Alarm im Flüchtlingsheim am Harrenhorst: Die Feuerwehr musste am Sonntag einen Schwelbrand in der Küche der Landkreis-Einrichtung löschen. Von einem fremdenfeindlichen Hintergrund gehen die Ermittlungsbehörden zwar nicht aus, als völlig unwahrscheinlich gilt dies aber auch nicht.

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Am Harrenhorst gehen die Dinge am Montag wieder ihren gewohnten Gang.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Ein verkohlter Putzlappen hat nach Angaben der Polizeiinspektion (PI) Nienburg-Schaumburg um 11.40 Uhr am Sonntag zu der Alarmierung geführt. Die Hitze einer Herdplatte hatte diesen in Brand gesetzt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Nenndorf stellten nach genauer Recherche fest, dass in der Großküche im Kellergeschoss sämtliche Platten der dortigen Elektroherde eingeschaltet waren. Der Sicherheitsdienst evakuierte das Gebäude

Unter einer Abdeckung befand sich der Lappen, der aufgrund der Hitzeentwicklung zu „kokeln“ begann, wie es die Polizei beschreibt. Erster Kreisrat Klaus Heimann spricht von „Rauchentwicklung“. Der Feuerwehr kamen die Umstände verdächtig vor, sodass die Polizei gerufen wurde. Diese ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. „Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird nicht vermutet, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ausgeschlossen werden“, schreibt die PI in einer Pressemitteilung.

16 Bewohner evakuiert

Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt, auch nennenswerter Sachschaden entstand nicht. Die 16 Bewohner des Heims wurden vorsorglich vom Sicherheitsdienst evakuiert. Nach dem Abrücken von Feuerwehr und Polizei konnten sie das Gebäude aber wieder gefahrlos betreten. Es waren vier Einsatzfahrzeuge und 20 Feuerwehrleute aus Bad Nenndorf vor Ort.

Am Montag untersuchte die Spurensicherung die Brandstelle, die am Sonntag zunächst versiegelt worden war. Die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Bückeburg war am Montag für eine Stellungnahme zu den Ermittlungen nicht erreichbar.

Die Gemeinschaftsküche wurde von der Polizei nach Informationen dieser Zeitung am Montag bereits wieder freigegeben. Benutzt wird sie von den Flüchtlingen aber gar nicht. Daher ist nach Einschätzungen von Stadtdirektor Mike Schmidt auch eine Verkettung unglücklicher Umstände als Auslöser für den Schwelbrand denkbar. Beispielsweise, wenn die Küche bis Sonntag gar nicht mit Strom versorgt gewesen sein sollte, weil der Stromkreis per Sicherung unterbrochen war. Wenn dann zwischenzeitlich jemand an den Herdknöpfen gedreht hat und wiederum jemand anderes am Sonntag den Stromkreis wieder geschlossen hat, könnte auch das die Erklärung sein.

Erster Brandeinsatz in Schaumburger Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge

Ein andere Erklärungsmöglichkeit: Ein Kind hat am Herd herumgespielt. Dies hält auch Heimann nicht für ausgeschlossen. Schließlich gebe es dort Kinder. Heimann bestätigte, dass es sich um den ersten Brandeinsatz der Feuerwehr in einer Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises für Flüchtlinge gehandelt hat. Obwohl auch Schmidt und Heimann es eher für unwahrscheinlich halten, dass sich jemand am Sicherheitsdienst vorbeigeschlichen hat, um dem Heim und seinen Bewohnern zu schaden, sind sich beide der Sensibilität des Themas bewusst.

Doch bevor sie eine Bewertung wagen, wollen sie die Ermittlungen der Polizei abwarten. „Es ist wichtig, dass der Vorfall aufgeklärt wird“, betont Heimann.

Der Betrieb in dem Heim am Harrenhorst ging am Montag wieder seinen normalen Lauf. Von Angst unter den Bewohnern kann nach Aussage der Einrichtungsleitung keine Rede sein. gus

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