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Feuerwehr bekommt Budget

Ausschuss hält Forderungen für überzogen Feuerwehr bekommt Budget

Mit viel Einsatz ist im Feuerwehrausschuss der Samtgemeinde Nenndorf über die Ausstattung des neuen Gerätehauses in Bad Nenndorf diskutiert worden. Kopfschüttelnd nahmen die Politiker zur Kenntnis, dass eine Fernwärmelösung für die Heizung nicht erlaubt wird. Außerdem waren den Ausschussmitgliedern 15 Computer für das Feuerwehrhaus zu viel des Guten.

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Bad Nenndorf. Das Gremium entschied sich für eine Pellet-Heizung, obwohl diese teuerer als die Fernwärmeversorgung aus der nahen Biogasanlage ist. Die Vorschriften lassen Fernwärme nicht zu, weil an wenigen Tagen pro Jahr nicht garantiert wäre, dass in dem Gebäude die vorgegebenen Temperaturen herrschen.
Die Ausschussmitglieder waren ratlos – schließlich werde im Feuerwehrhaus niemand 24 Stunden am Tag wohnen. Sie beugten sich aber dem Zwang und stimmten für die Pellet-Heizung, die die nächst günstige Variante ist. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt sagte rundheraus: „Wir sind enttäuscht.“ Die Biogasanlage sollte ursprünglich das VfL-Dorado und das Hallenbad mit Heizenergie versorgen, aber auch dies hatte nicht geklappt. Jetzt scheiterte der nächste Versuch, die Fernwärme von dort zu nutzen.
Schelte bezog die Feuerwehr dafür, dass sie insgesamt 15 Computer und vier Laserdrucker für das neue Feuerwehrgerätehaus in Bad Nenndorf forderte. Vier gibt es bereits, doch jetzt sollten es noch elf zusätzliche sein. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Paul Dylla erläuterte, dass beispielsweise für den Ortsbrandmeister, den Gemeindebrandmeister, den Gerätewart und die Kleiderkammer jeweils separate Rechner benötigt werden.
Das brachte Werner Bövers (CDU) auf die Palme. Daten könnten auch per USB-Stick auf PCs übertragen werden, sodass nicht in nahezu jedem Raum ein Computer zu stehen hat. „Wir sind doch kein Unternehmen, man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen“, schimpfte Bövers. Andere Feuerwehren hätten gar keine Computer.
Er wünschte sich, dass die Feuerwehr ihre Wünsche ein wenig zurückschraubt. Dem stimmte Heike Beiersdorfer (WGN) zu. „Das geht nicht, ich fordere die Feuerwehr zu etwas mehr Zurückhaltung auf“, betonte sie.
Im Laufe der Diskussion stellte sich dann heraus, dass es wohl doch nur 13 Computer sein sollten. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt riet dazu, der Feuerwehr ein festes Budget einzuräumen und dem Kommando die Entscheidung zu überlassen, was sie dafür anschafft. Möglicherweise müsse dann auf Schränke zugunsten von PCs – oder umgekehrt – verzichtet werden. Über die Höhe des Budgets wurde nicht entschieden.

gus

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