Bad Nenndorf (rwe). Mehrere Millionen Euro will die Gesellschaft für soziale Aufgaben (GesA) laut Geschäftsführer Kenneth Woods in die Hand nehmen und damit die Kapazität auf 82 Einzelzimmer erweitern. In der Kramerstraße verfügt er derzeit über 50 Plätze. „Von denen sind aber nur 40 belegt“, macht er das Dilemma deutlich, das ihn auch zum Neubau zwingt. Die Möglichkeiten am alten Platz sind begrenzt. Das Unternehmen könne den wachsenden Ansprüchen der Klientel nicht mehr nachkommen.
Das ist am neuen Standort anders. Doppelzimmer beispielsweise sind passé, das Haus ist in Gruppen geordnet, jede Einheit bekommt eine eigene Küche. „Wir müssen uns spezialisieren“, sagt Woods. So soll die Abteilung „Young Care“ für jüngere Bewohner auf künftig 24 Plätze wachsen.
Mittlerweile steht auch die Architektur fest, die den Ratspolitikern wichtig war. Sie wollten an der Bahnhofstraße eine markante und hohe Bebauung als Abgrenzung zum Kurpark. Die Pläne des Braunschweiger Büros Wehmeyer sind nach Worten des Stadtdirektors Bernd Reese positiv in den Ausschüssen aufgenommen worden. Der quadratische Grundkörper mit Dachterrasse und Innenhof erhält seinen Haupteingang zur Bahnhofstraße und kommt ganz hell und schlicht daher.
Mit dem Altenwohnheim, das laut Woods künftig etwa 50 Beschäftigte zählen wird, sieht die Volksbank in Schaumburg den Anfang gemacht, das ehemalige landeseigene Gelände zu entwickeln. Acht bis neun Einfamilienhäuser sowie sieben Mehrfamilienhäuser sollen dort entstehen. Nach dem Ratsbeschluss für den Bebauungsplan „Westlich Kurpark“ will die Volksbank den Verkauf nun starten. 40 Interessenten stehen in der Liste, von denen es einige „sehr ernst“ meinen, so Vorstand Reinhard Schreeck. Die Stimmung sei gut, die Menschen zuversichtlich, die Zinsen günstig: Schreeck geht davon aus, in zwei Jahren die Fläche bebaut zu haben. Gute und hochwertige Wohnungen seien gefragt. Wegen der exponierten Lage habe mancher gezielt auf die Grundstücke gewartet.
Der „ideale Standort“ am Kurpark und mit Geschäften und einem Supermarkt in der Nähe hat auch Woods überzeugt. „Wir rücken mehr ins Zentrum.“ Wenn alles klappt, will er im kommenden Frühjahr mit dem Bau beginnen und im Sommer 2012 die Einweihung feiern. Was aus dem „Florali“ in der Kramerstraße wird, kann der Geschäftsführer nicht sagen. Dort hält er einen Umbau in Wohnungen für möglich oder ein Medizinisches Versorgungszentrum.
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