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Bad Nenndorf Flucht ohne Not
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Flucht ohne Not
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19:40 15.08.2017
Eine solche Spuckhaube ist dem Flüchtenden übergezogen worden. Quelle: dpa
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Bad Nenndorf

In der Vorwoche war es zu dem Einbruch gekommen, wobei der Täter mit einem Stein eine Scheibe eingeschlagen hatte und in das Gebäude eingedrungen war. Der Eigentümer hatte den Mann nach Angaben der Polizei noch gesehen, als dieser ohne Beute die Flucht ergriff. Am späten Montagabend erkannte der Gaststättenbesitzer den mutmaßlichen Täter wieder und rief die Polizei. Er beschrieb den Mann und berichtete, dass dieser vom Bahnhof aus über die Bahnhofstraße in Richtung Stadtmitte gelaufen war. So begab sich ein Streifenwagen auf die Suche.

 An der Bahnhofstraße wurde eine männliche Person, auf die die Beschreibung zutraf, kontrolliert. Da die Personalien nicht festgestellt werden konnten, sollte der Mann durchsucht werden. Der zog es jedoch vor, die Flucht zu ergreifen. Bei der Verfolgung über Bahnhofstraße und Schillerstraße kamen zwei Unbeteiligte der Polizei zur Hilfe und verfolgten den Flüchtenden unter anderem durch diverse Gärten.

Spuckschutz angelegt

Die beiden Helfer holten den Verdächtigen ein und hielten ihn fest. Die Polizei stellte bei ihm einen deutlichen Alkoholgeruch fest. Auch nach der Festnahme wehrte sich der Mann noch erheblich. Um die Beamten zu schützen, wurde ihm ein Spuckschutz angelegt. Auf der Polizeiwache wurde die Identität des Mannes geklärt, weil dieser erst kürzlich bereits mit der Polizei zu tun gehabt hatte.

 Allerdings stellten die Beamten auch fest, dass es sich bei der Person nicht um den mutmaßlichen Einbrecher aus der Vorwoche handeln konnte. Der Mann hatte für den Tatzeitraum des Einbruches ein gutes Alibi: Er hatte sich in Bad Nenndorf in Polizeigewahrsam befunden.

 Bei dem Einsatz des Spuckschutzes handelte sich nach Worten von Polizeipressesprecher Jürgen Henze um eine reine Schutzmaßnahme, weil der Mann sich so sehr gegen die Festnahme gesträubt hatte. Im Bad Nenndorfer Polizeialltag werde der Stoff-Überzug äußerst selten verwendet. gus

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