Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bad Nenndorf Flüchtlinge besichtigen Knoche Maschinenbau
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Flüchtlinge besichtigen Knoche Maschinenbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:35 19.02.2018
Die drei Flüchtlinge Ruhalla Fahemi (von links), Alireza Ezat und Hossein Hatami schauen sich bei Firma Knoche im Bad Nenndorfer Gewerbegebiet um. Quelle: göt
Bad Nenndorf

Alireza Ezat, Hossein Hatami und Ruhalla Fahemi staunten nicht schlecht, als sie die an der Rotrehre ansässige Firma betraten. In Empfang nahm sie Jörg Knoche – er leitet das Familienunternehmen in der siebten Generation. Knoche führte die Gruppe durch die Montagehallen und erklärte die verschiedenen Arbeitsschritte. Er zeigte ihnen den Unterschied zwischen einer Band- und einer Kreissäge und erläuterte die unterschiedlichen Schnitttechniken.

Die Migranten wollten es ganz genau wissen und stellten viele Fragen. Sie bekamen auch die Gelegenheit, sich mit einem jungen Afghanen auszutauschen, der im Sommer seine Ausbildung in dem Betrieb aufnehmen will.

Über die Sprache an den Job

Durch eine vom Jobcenter vermittelte Maßnahme ist er zu Knoche gekommen. Diese dient der Sprachintegration. Das Unternehmen möchte ihn nun unterstützen und versucht, ihm ein duales Studium zu vermitteln. Knoche sieht in dem jungen Mann viel Potenzial.

In dem Betrieb lernen sieben Auszubildende. Insgesamt besteht das Team aus 40 Mitarbeitern. Auch Praktikanten sind in dem Betrieb willkommen. Allerdings nur so, wie es die Zeit der Betreuer zulässt. Auch die Sprache ist wichtig. „Man sollte sich schon verständigen können“, sagte Knoche. Immerhin sind einige der Maschinen gefährlich, wenn sie falsch bedient werden.

Interesse geweckt

„Wenn ich es einmal sehe und höre“, sagte Hatami mit einer Geste hin zu Augen und Ohren, „kann ich es danach nachmachen“. Er erkundigte sich daraufhin bei Knoche, ob er – sobald sein Aufenthalt in Deutschland geklärt ist – in dem Betrieb arbeiten könnte. Knoche empfahl eine Ausbildung, um alle Arbeiten richtig zu lernen. Hier sei man allerdings an die vorgegebenen Zeiten gebunden. Zur Überbrückung käme ein Praktikum in Frage. Da würde sich herausstellen, ob Praktikant und Betrieb zueinander passen.

Die drei Männer erkundigten sich daraufhin interessiert über die Dauer einer Ausbildung und den Unterricht in der Schule. Auch Börner zeigte sich zufrieden. Sie hatte sich im Vorfeld von der Besichtigung versprochen, dass einer der Männer vielleicht Interesse an einem Praktikum zeigt. göt

Umsonstladen als Anlaufstelle

Ihren Einsatz in der Flüchtlingsarbeit kombiniert Rosemarie Börner mit ihrer Funktion als Vorsitzende des Umsonstladen-Vereins. Dieser ist seit einigen Jahren auch eine feste Anlaufstelle für Asylsuchende. Allerdings kann dort auch jeder andere Interessierte im günstigen Warensortiment stöbern und etwas mitnehmen.
Geöffnet ist der Umsonstladen an der Hauptstraße 17a montags von 10 bis 12.30 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr und an verkaufsoffenen Sonntagen von 14 bis 17 Uhr. Spenden werden vor allem jahreszeitlich bezogen gern angenommen. Zum bald beginnenden Frühjahr wäre beispielsweise entsprechende Kleidung willkommen.