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Flüchtlinge und Einheimische besuchen den Zoo

Ferienspaß statt Fremdenhass Flüchtlinge und Einheimische besuchen den Zoo

Ferienspaß statt Fremdenhass: 65 Kinder haben beim Ausflug in den Zoo Hannover vorgemacht, wie Vertreter unterschiedlicher Kulturen gemeinsam nicht nur konfliktfrei miteinander auskommen sondern sogar jede Menge Spaß haben können.

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Keine Spur von Angst vor Fremden: Deutsche und ausländische Kinder vor dem Eingang des Zoos.

Quelle: pr.

Nenndorf/Hannover. Flüchtlingskinder und einheimische Jungen und Mädchen waren gemeinsam in das große Tiergehege in der Landeshauptstadt aufgebrochen. Möglich wurde der Ausflug wegen des Angebots der Woki-Ferienspaß-Reihe und einer großzügigen privaten Spende. In einem voll besetzten Bus und vier Privatautos ging es zum Zoo, eine achtköpfige Gruppe reiste parallel dazu im Zug an.

 Zu den Begleitern gehörte außer Juz-Leiter Moran Dzang auch das Ehepaar Vera und Thomas Winker, das den Sprachkurs für Flüchtlinge in Bad Nenndorf organisiert. „Wir hatten im ,Sprachkurs für Willkommene‘, der in den Ferien auch für Kinder angeboten wird, schon einige Tiere besprochen, und nun konnten alle das Gelernte auch live sehen“, erklärte Vera Winkler.

 Einen Höhepunkt bildete die Show der Seerobben, bei der ein Seeadler dicht über die Köpfe der Zuschauer flog und für lauten Jubel sorgte. Nach dem Besuch der Streichelwiese und dem Spielgelände ging es zum „Sambesifluss“. Und dabei wurde deutlich, wie viel unbelasteter die einheimischen Kinder im Vergleich zu denen aufgewachsen sind, die mit ihren Eltern aus ihrer Heimat fliehen mussten.

 Das Schaukeln der Boote auf dem künstlichen Gewässer dürfte für alle deutschen Kinder das reinste Vergnügen gewesen sein. Doch ein siebenjähriges Mädchen aus Syrien klammerte sich plötzlich beim Ruckeln eines Floßes an seinem Nachbarn fest und erzählte aufgeregt von der Überfahrt mit dem Boot von Ägypten nach Griechenland, wie sie von der Polizei aus dem Wasser gerettet wurde und dass sie dabei große Angst gehabt hatte.

 Die anderen Kinder versicherten dem Mädchen, dass so etwas bei der Floß-Fahrt ganz bestimmt nicht passieren würde. „Zu sehen, wie unbeschwert diese Kinder, die aus so unterschiedlichen Kulturen kommen, mit der Situation umgegangen sind, war für mich Erwachsene der schönste Moment dieses Tages“, berichtete Vera Winkler. Sie hält es daher mit Herbert Grönemeyer: „Kinder an die Macht“. gus

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