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Flüchtlingswohnungen bald bezugsfertig

Integration soll vor allem von freiwilligen Helfern geleistet werden Flüchtlingswohnungen bald bezugsfertig

Ende Februar sollen in den beiden Flüchtlingsunterkünften am Harrenhorst und in der ehemaligen Kurklinik Schaumburg die ersten Menschen aufgenommen werden.

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Noch ist es am Harrenhorst nicht viel passiert.

Quelle: js

Bad Nenndorf. Insgesamt könnten zum Ende des Jahres 2016 mehr als 300 Flüchtlinge in der Kurstadt leben. Verwaltung, Landkreis und Polizei sind sich der Herausforderung bewusst, aber auch sicher, sie bewältigen zu können.

 „Gegenwärtig wird an den Unterkünften in Bad Nenndorf noch gearbeitet“, erklärt der Erste Kreisrat Klaus Heimann. Beispielsweise werden gerade Küchen montiert, um die Selbstversorgung der Vertriebenen sicherzustellen. Auch die Stadt Bad Nenndorf richtet im Moment Wohnraum für 43 Flüchtlinge her, die in den sogenannten Deisterhäusern in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses unterkommen sollen. Am Harrenhorst sollen 90, in der Ex-Klinik 125 Plätze entstehen.

 Ein Ansturm von Flüchtlingen ist deswegen aber nicht zu erwarten. „Im Moment gehen wir davon aus, dass die Asylbewerber peu à peu nach Bad Nenndorf kommen“, sagt Heimann. Die Strukturen vor Ort, um die Asylbewerber zu integrieren, seien aber bereits da. „Der ehrenamtliche Unterstützerkreis ist in Bad Nenndorf sehr aktiv, wirkt dort Hand in Hand mit der professionellen Sozialarbeit“, ist sich Heimann sicher.

 Mit dem Café International, den Sprachkursen für Willkommene und der Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge nennt Nenndorfs Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt einige Beispiele „für gelebte Integration“, die gerade von Ehrenamtlichen betrieben wird. Als Schnittstelle zur Verwaltung wird seit einiger Zeit ein Flüchtlingskoordinator eingesetzt. Dieser wirkt auch mit bei der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge. Da gerade das Heim am Harrenhorst nach Worten von Schmidt eher als „Behelfsunterkunft“ zu sehen ist, freue man sich über jedes Wohnraum-Angebot aus der Bevölkerung.

 Damit es dort und in der ehemaligen Kurklinik zu keinen Reibereien kommt, erstellt der Landkreis gegenwärtig ein Konzept – inklusive Sozialarbeiter und Hausmeister. Genauere Angaben, etwa wie viele Sozialarbeiter eingesetzt werden sollen, könne Heimann im Moment noch nicht machen. Allerdings sei auch ein Sicherheitsdienst Gegenstand der Überlegungen.

 Geht man von den Erfahrungen der dezentralen Unterbringung der etwa 60 in Bad Nenndorf lebenden Vertriebenen aus, wäre dies wohl nicht nötig. „Es gibt keinen Anstieg von Vorkommnissen, die von Flüchtlingen ausgehen oder diese betreffen“, sagt Kommissariatsleiter Michael-Andreas Meier. Doch auch die Polizei werde die zwei „Liegenschaften in die Objektüberwachung mit einbeziehen und ein Auge darauf haben. Zusätzliche Wachen werden wir aber nicht abstellen“, versichert Meier. js

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