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Bad Nenndorf Fördergeld gibt den Ausschlag
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Fördergeld gibt den Ausschlag
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19:02 05.12.2012
Bad Nenndorf (gus)

Jetzt 52 200 Euro zum Mehrzweckraum beizusteuern, ist nach Worten Udo Husmanns (SPD) ein guter Schachzug, zumal nur jetzt die Möglichkeit einer üppigen Förderung besteht. Die Höhe der Förderung ist indes nicht gesondert für den Mehrzweckraum zu errechnen, da pauschal pro zu schaffendem Krippenplatz 14 500 Euro in Aussicht stehen. Allerdings sind für die Krippe noch deutlich mehr Investitionen nötig als die 130 500 Euro für den Mehrzweckraum.
Das Szenario, dass die Samtgemeinde innerhalb der nächsten 25 Jahre Geld zurückbezahlen muss, das die Kommune nun aus Fördertöpfen erhält, tritt nur dann ein, wenn die Krippenplätze nicht ausreichend belegt werden. Sollte binnen 25 Jahren die Zahl der belegten Kindergartenplätze zurückgehen, sei dies gegenstandslos für das nun in Aussicht stehende Fördergeld. Die Mehrheit der Politiker tendierte zu der Annahme, dass der Bedarf an Krippenplätzen steigt. Ab 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf solche Betreuungsangebote.
Heiner Wrede (Grüne) wiederholte seine Kritik an der Unterstützung fremder Kita-Träger, weil diese Konkurrenz zu kommunalen Betreuungseinrichtungen sind. Uwe Engelking (WGN), Marlies Matthias (CDU) und Husmann widersprachen: Die nicht kommunalen Träger seien eine Bereicherung für die Samtgemeinde. Pastorin Sabine Lambrecht wies außerdem darauf hin, dass die Kita auch von Jungen und Mädchen aus den Nordgemeinden besucht wird.
Der Antrag der Kirche auf Zuschuss war im Jugendausschuss am Dienstagabend mit sieben Ja-Stimmen befürwortet worden. Nur Heiner Wrede (Grüne) und Herbert Kruppa (SPD) hatten dagegen votiert.
In der Samtgemeinde gibt es derzeit 61 Krippenplätze. Zehn werden im „Kleeblättchen“ angeboten, 33 in der Kita Lebenshilfe, drei in Hohnhorst sowie jeweils fünf in Helsinghausen, Rehren und an der Bahnhofstraße Bad Nenndorf. Zehn weitere kommen im Sommer 2013 in Rehren hinzu. Außerdem gibt es zehn Tagesmütter, die zum Teil aber auch Kinder über drei Jahren betreuen können.
Ein Antrag der Paritätischen Lebenshilfe auf eine weitere Integrationsgruppe war vom Ausschuss abgelehnt worden. Husmann wies auf eine dann eintretende Veränderung der Kostenstruktur hin, die erst jüngst verabschiedet worden sei. Bevor das Angebot in der Tagesstätte erweitert werde, solle die Samtgemeinde Erfahrung mit dem Konzept der Lebenshilfe sammeln. Dem schloss sich Matthias an.
Die Lebenshilfe hatte beantragt, eine heilpädagogische Gruppe in eine integrative Gruppe umzuwandeln. Einen Einfluss auf das zahlenmäßige Kontingent der Kita hätte dies nicht gehabt.