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Bad Nenndorf Form aus dem 18. Jahrhundert erhalten
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Form aus dem 18. Jahrhundert erhalten
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00:27 21.08.2014
Christian Adam und Christina Wittkamp vor dem Wohnhaus aus dem Jahr 1760. Quelle: gus
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Horsten

Die SN stellen einige Orte, an denen historische Gebäude für Besucher zugänglich gemacht werden, vor. In der Samtgemeinde Nenndorf gibt es fünf Stationen. Eine davon ist der Vollmeierhof in Horsten.

 Der Hof, den Christian Adam und Christina Wittkamp vor zwei Jahren gekauft haben, war zuvor binnen 30 Jahren aufwendig restauriert worden. Daher ist die Hofanlage des 18. Jahrhunderts vollständig in der ursprünglichen Form erhalten. Der gesamte Komplex steht unter Denkmalschutz. Der Begriff Vollmeierhof zeigt an, dass dort einst ein Landwirt mit einer großen Zahl an Milchkühen gelebt hat.

 Geöffnet werden am Denkmaltag die Diele des Wohnhauses (Baujahr 1760), die Scheune (Baujahr 1760, beide in Vierständer-Bauweise errichtet) und das Backhaus sowie der pittoreske Garten mit seinem Sandsteinbrunnen. Das Backhaus aus dem Jahr 1776 ist erst im vergangenen Winter saniert worden, nachdem sich ein Schaden am Dach gebildet hatte. Doch nicht nur die Eindeckung wurde erneuert, auch die sonstigen Schadstellen sind wieder behoben.

 Sogar zwei Holzbretter der Giebelverkleidung behielten Adam und Wittkamp, weil darin Aussparungen in Herzform eingesägt sind. Solche Ornamente hatten die beiden auch in einem Detmolder Freilichtmuseum entdeckt und daher bei der Sanierung Wert auf deren Erhalt gelegt. Da die Bretter aber nicht mehr für die Verkleidung des Giebels taugen, können sie im Inneren bestaunt werden. An die Stelle im Giebel kamen neue Hölzer, die aber ebensolche Herzen aufweisen. Die Besucher können sich am Denkmaltag einerseits Informationstafeln zu den einzelnen Gebäuden durchlesen. Aber die Eigentümer stehen auch als Ansprechpartner bereit. Von 12.30 bis 15.30 Uhr plant die Horster Trachtengruppe „Niendärsche Kaumelkers“ eine Präsentation. Das Thema lautet „Farben und ihre Bedeutung in der Tracht“. Vereine aus dem Ort bieten zudem Kaffee und Kuchen an.gus

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