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Frauchen und Herrchen habe bei der Nachhilfe viel Spaß

Bad Nenndorf / Wandelhalle Frauchen und Herrchen habe bei der Nachhilfe viel Spaß

Mit Schirmmütze und lässigem T-Shirt bekleidet, stand der 40-jährige „Hundeflüsterer“ Holger Schüler rund zwei Stunden auf der Bühne der Kurstadt und belehrte das Publikum in Fragen der Hund-Mensch-Beziehung. Dass Beziehungskrisen auch auf dieser Ebene möglich sind, bekam das geneigte Publikum auf ungewöhnlich spaßige Weise unter die Nase gerieben.

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Haben sich lieb: Holger Schüler mit seinen Hunden „Falk“ und „Siska“ in der Show.

Quelle: ems

Bad Nenndorf (ems). „Voll die Comedy“, war daher aus den Reihen zu hören, oder: „Genau wie Otto!“ – „Mit Spaß“ lautete auch der universelle Erziehungstipp in Sachen Erziehung der geliebten Vierbeiner. „Net alles so verbissen sehen“, so der Tipp des Wormser Hundehalters, der den Umgang am lebenden Objekt demonstrierte.

Berner Sennenhündin „Siska“ ließ sich dabei von Herrchen sogar auf den Arm nehmen, während Retriever „Falk“ souverän auf dem Sofa gammelte. „Ist mein Hund ein Spielhund oder einen Fresshund?“ Diese Frage legte Schüler allen Besitzern ans Herz. Denn eine solche Typisierung entscheide über Erziehungsstil und Umgang, so der Fachmann. Bezüglich des Problems „Mein Hund kommt nicht, wenn ich ihn rufe“ überraschte Schüler sein Publikum mit der Antwort: „Ganz viele Hunde wissen gar nicht, wie sie heißen.“

Schüler selbst schlüpfte unzählige Male in die Rolle des Hundes und konnte damit schauspielerisch überzeugen. Unangenehme Verhaltensweisen von Hunden – wie lautes Bellen beim Klingeln an der Haustür – führte der Hundekenner ausführlich und detailgetreu vor. Den Großteil der Show gestaltet der Entertainer sowieso selbst. Wer so gut einen „Hund“ spielen kann, der muss seinesgleichen verstehen, mag so mancher Zuschauer gedacht haben.

„Teure Comedy“, kritisierte hingegen Ulrich Albers aus Nienstedt. Der langjährige Hundezüchter fand „zu wenig neue Informationen“ im Schüler’schen Programm. „Ganz hingerissen“, war freilich Andrea Prehm aus Haste, die nach Ende der Show noch mit dem Meister persönlich sprechen konnte und dabei Probleme mit ihrem vierjährigen Beagle „Nugget“ in aller Ausführlichkeit schildern durfte.

„Nah am Menschen“ sieht Schüler seine gesamte Arbeit, in die er sogar Erfahrungen aus einer vierjährigen Zeit mit Wölfen einbringen kann. Er sei gewissermaßen „über die Wölfe auf den Hund gekommen“. Schülers Botschaft richtet sich indessen immer an den Halter. Für eine glückliche Beziehung empfiehlt der kinnbärtige „Hundeversteher“ die Bausteine Bindung, Konsequenz, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Aktion/Reaktion und Spaß.

Den hatten die Zuschauer in Bad Nenndorf auf jeden Fall, denn Schüler ließ alle „an der langen Leine laufen“ – und die grundsätzliche Botschaft kam gut an: „Der Fehlpunkt liegt immer beim Menschen.“

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