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Bad Nenndorf Frische-Markt: Zeit ist abgelaufen
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Frische-Markt: Zeit ist abgelaufen
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00:26 15.01.2015
Die letzten Einkäufe im City-Frische-Markt: Nur noch bis zum kommenden Sonnabend ist das Geschäft geöffnet. Quelle: gus
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Bad Nenndorf. Der Betreiber hat die Schließung bisher allerdings nicht begründet. Auch die Bäckerei-Filiale in dem Gebäude macht dicht, der gesamte Komplex soll neu vermietet werden.
Entsprechende Gerüchte kursierten seit vergangener Woche.

Sonnabend, 17. Januar, wird als letzter Öffnungstag des Marktes angegeben. Beim Besuch des Verbrauchermarktes sprechen die unübersehbaren Lücken in den Regalen mittlerweile eine eindeutige Sprache: Am gestrigen Montag begann der Abverkauf der noch vorhandenen Waren. Der Betreiber des Frische-Marktes blieb bis gestern einen Kommentar schuldig.

Auf Anfrage dieser Zeitung wurde eine mündliche Erklärung zu den Gründen der Schließung und den Folgen für die Mitarbeiter abgelehnt, eine schriftliche Antwort auf eine E-Mail blieb ebenfalls aus.

Ob die Schließung mit der für Herbst erwarteten Eröffnung des neuen Rewe-Marktes an der Kurhausstraße in Verbindung steht, ließ sich nicht klären. Ein Datum dafür mochte Rewe gestern nicht nennen, weil „nicht einmal das Baurechtsverfahren abgeschlossen“ sei.

Die Bäckerei Hühnerberg schließt ihre Filiale in dem Gebäude ebenfalls zum 17. Januar. Dies bestätigte eine Sprecherin des Barsinghäuser Unternehmens, das als Untermieter des Verbrauchermarktes fungierte. In Bad Nenndorf bleibe Hünerberg allerdings weiterhin vertreten – mit der Filiale an der Rodenberger Allee.

Bei den Kunden ist das Bedauern über die Schließung groß. Den Verbrauchermarkt gab es rund 30 Jahre lang. Aus einem Minimal- wurde für kurze Zeit ein Rewe-Geschäft, das Ende 2007 unter der Leitung Ingrid Krois’ in City-Frische-Markt umfirmierte.

Die Frankonia Immobilienverwaltung will in die Wiedervermietung einsteigen, sobald die Regale leer sind. Das Unternehmen mit Sitz in Erlangen weiß von der geplanten Rewe-Ansiedlung. Daher könne es schwierig werden, einen neuen Lebensmitteler anzusiedeln, räumte Frankonia-Sprecher Werner Wagner auf Anfrage ein. Möglicherweise entstamme der nächste Mieter einer anderen Branche. gus

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