Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Frühstmöglichen Kontakt sicherstellen

Stiftung Opferhilfe Frühstmöglichen Kontakt sicherstellen

In der Regel wissen Kriminelle gar nicht, was ihre Taten in den Köpfen der Geschädigten anrichten.

Voriger Artikel
Die Zeit läuft ab
Nächster Artikel
Tegtmeier: „Persönliche Niederlage“

BAD NENNDORF. Die Stiftung Opferhilfe nimmt sich bereits unmittelbar nach dem Verbrechen den Betroffenen an und bietet ein breites Spektrum an Hilfeleistungen. Damit dieses Angebot auch weiterhin unter den Beamten in der Kurstadt präsent bleibt, steht im Polizeikommissariat Bad Nenndorf nun ein so genanntes Roll-Up der Opferhilfe.

„Da unsere Anlaufstelle in Bückeburg und Bad Nenndorf relativ weit auseinander liegen, sind wir auf die Kooperation mit der Polizei angewiesen“, weiß Sozialarbeiterin Juliane Frank von der Opferhilfe in Schaumburg. In den Zahlen zeigt sich, dass das Angebot der Opferhilfe in der Kurstadt und Umgebung weniger bekannt zu sein scheint, als anderswo. Von 115 Personen, die sich in 2015 an die Opferhilfe in Schaumburg gewandt haben, kamen „nur“ zwei aus der Samtgemeinde Nenndorf und vier aus der Samtgemeinde Rodenberg (Zum Vergleich: In Bückeburg sind es 32 Personen gewesen)

Opferhilfe haben Beamte im Hinterkopf

Es sei wichtig, dieses Projekt nicht nur in den Fokus der externen, sondern auch der internen Öffentlichkeit zu rücken“, ist sich Michael-Andreas Meier, Leiter des Polizeikommissariats Bad Nenndorf, sicher. Hauptkommissar Michael Bolte betont aber, „dass die Beamten die Opferhilfe immer im Hinterkopf haben“. Denn gerade Opfer von Gewalt- oder Sexualverbrechen brauchen nach der Tat und auch zu Zeiten einer möglichen Verhandlung besondere Betreuung, sagt Franke. „Wir helfen dabei, die Gerichtssprache zu verstehen, können finanziell unterstützen und wollen natürlich dem Menschen helfen, sich wieder zu stabilisieren“, so die Sozialpädagogin weiter. „Und dabei spielt es keine Rolle, ob Mann oder Frau betroffen ist oder um welche Art von Verbrechen es sich handelt“, sagt Manfred Hermann vom Weissen Ring, der auch im Vorstand der Opferhilfe Schaumburg sitzt.

Wichtig sei in jedem Fall der frühestmögliche Kontakt zum Opfer, erklärt Frank. In der Regel schicken Beamte – mit deren Einwilligung der Betroffenen – ein Fax an die Opferhilfe, die sich daraufhin vertrauensvoll an den Geschädigten wendet. Allerdings können Betroffene auch den direkten Weg wählen und entweder das Opferhilfebüro an der Schulstraße 2 in Bückeburg aufsuchen oder unter Telefon (05722) 290264 erreichen. js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr