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Funkstille bei Millionen-Projekt

Klinik-Bau Funkstille bei Millionen-Projekt

Die Investoren, die in Bad Nenndorf für 150 Millionen Euro eine Klinik bauen wollen, haben sich seit Juli nicht mehr bei der Stadt gemeldet.

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So könnte die Klinik aussehen, die auf dem sogenannten Harms-Gelände an der B65 entstehen sollte.

Quelle: Archiv

Im Rathaus kam deshalb bereits der Verdacht auf, das Projekt könne zu den Akten gelegt worden sein. Initiator Pal Pinke versicherte auf Anfrage dieser Zeitung jedoch, dass der Plan, eine Naturheilkundeklinik an der B65 zu errichten, weiterhin verfolgt wird.

 Stadtdirektor Mike Schmidt wartet indes seit rund zwölf Wochen auf eine Antwort Pinkes beziehungsweise des Projektleiters, Erhard Tschirner. Am 9. Juli habe die Bad Nenndorfer Verwaltung beiden die Entwürfe für einen städtebaulichen Vertrag zugesandt. Darin wird unter anderem die Personalgestellung für das Projekt geregelt. Denn Bad Nenndorf soll von der Investorengruppe ein oder zwei Fachleute bezahlt bekommen, die sämtliche Arbeiten der Kommune für die Klinik erledigen würden.

 Zurück kam zunächst der Hinweis, dass eine rechtliche Prüfung des Vertragswerks in Auftrag gegeben worden ist. Eine weitere Reaktion erhielt die Stadt bislang aber nicht. Dies hat Schmidt nach eigenen Worten zunächst nicht verwundert, denn in der aktuellen Planungsphase gebe es viel Schriftverkehr zu erledigen, was durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen könne. Im Zuge der Bauleitplanung steht beispielsweise eine umweltrechtliche Untersuchung des Grundstücks der früheren Möbelfabrik Harms auf der Agenda.

 Vor wenigen Tagen hakte Schmidt nun noch einmal nach. „Wir haben unseren Teil zügig abgearbeitet, aber auf der anderen Seite stockt es ein wenig“, sagte Schmidt. Die Gründe dafür kenne er nicht. Und er räumte ein, dass ihn die ausstehende Replik hinsichtlich des städtebaulichen Vertrags stutzig macht. Wäre die Planung des Vorhabens im anfangs angeschlagenen Tempo fortgesetzt worden, müsste der Kontrakt entweder längst unterschrieben sein, oder es müssten Änderungswünsche kommuniziert worden sein.

 Deshalb sind bei Schmidt auch erste Zweifel daran entstanden, dass die Klinik wirklich gebaut wird. Zurückhaltend waren Verwaltung und Politik von vornherein, doch öffentlich hatte der Stadtdirektor stets betont: Es gebe keinen Anlass, an der Ernsthaftigkeit der Absichten Pinkes zu zweifeln.

 Und dieser versicherte im Gespräch mit dieser Zeitung auch jetzt: Das Projekt schreitet voran. Konkretes mochte der Initiator allerdings nicht vermelden. „Es passiert jeden Tag etwas Neues“, betonte Pinke. Abschätzen konnte er nicht, wann er mit Neuigkeiten an die Öffentlichkeit gehen wird. Beim Landkreis ist das Investoren-Team bisher noch gar nicht vorstellig geworden. Dies erklärte Erster Kreisrat Klaus Heimann auf Anfrage. gus

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