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Fußweg kommt eine Etage höher

Städtesanierungsprogramm Fußweg kommt eine Etage höher

Einige Straßen in der Bad Nenndorfer Innenstadt erhalten im Rahmen des Städtesanierungsprogramms ein neues Gesicht. Dazu gehört unter anderem die Kampstraße, für die diverse Reparatur- sowie Erweiterungsarbeiten vorgesehen sind.

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Die bislang ebenerdige Kampstraße soll im Zuge der Sanierung einen richtigen Fußweg mit Bordstein erhalten.kle

Quelle: kle

Bad Nenndorf. Bei einer Anliegerversammlung hat der zuständige Architekt Rainer Hobigk zusammen mit Vertretern der Verwaltung den Anwohnern die ersten Entwürfe vorgestellt.

 Vor allem sollen Straße und Gehweg im Zuge der Neugestaltung klar voneinander abgetrennt werden. Bislang ist die Kampstraße „ebenerdig“, Bordsteine gibt es keine. In Zukunft soll es dafür auf einer Straßenseite – von der Hauptstraße kommend auf der linken – einen Gehweg mit Rundbord geben. Die Fußwegbreite wird auf 2,50 Meter angesetzt. Auch die Fahrbahn soll hergerichtet werden und mit 5,50 Metern breit genug sein, dass im Bedarfsfall auch zwei Lastwagen aneinander vorbeikommen.

 Farblich soll das Ergebnis der Kurhausstraße entsprechen, mit sandfarbenem Fußweg und grauer Fahrbahn. Vorhandene Bäume und Grünflächen sollten erhalten bleiben und dort, wo es möglich sei, ergänzt werden, befand Hobigk.

 Bedenken äußerten die Anlieger besonders in Zusammenhang mit den Plänen der Part AG für den neuen Rewe-Markt an der Kurhausstraße. Sie befürchten ein regelmäßig sehr hohes Verkehrsaufkommen, wie es sonst nur an Markttagen der Fall ist. Zwar kommen die Zulieferer über einen anderen Weg, die Auffahrt zum neuen Parkdeck wird jedoch über die Kampstraße führen. Auch dass diese Auffahrt auf der Fußwegseite sich an zwei weitere Einfahrten anschließen wird, verunsicherte einige. „Wie soll denn da eine Mutter mit Kinderwagen vorbeikommen?“, wollte ein Bürger wissen.

 Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt versuchte, die Sorgen zu zerstreuen. Sicher werde das Parkdeck nicht für den befürchteten Durchgangsverkehr sorgen. Für Rewe-Kunden sei dieses nämlich eher unattraktiv, unter anderem da es nur per Treppe und damit nicht mit einem Einkaufswagen zu erreichen sei.

 Erwartungsgemäß sorgte das Thema Part AG noch für weitere Diskussionen und Anfragen – die allerdings nicht geklärt werden konnten, da die Stadt mit diesen Plänen nichts zu tun hat. Zuständig ist der Investor. Die Sorge, dass die Straßensanierungen sich mit den Arbeiten der Part AG ins Gehege kommen könnten, sei jedoch unbegründet, sagte Schmidt. Die Part AG wolle mit ihren Arbeiten noch in diesem Jahr fertig werden, die Sanierung sei erst für 2016 geplant.

 Als Kosten wurden vorerst rund 230000 Euro veranschlagt, die sich zu je einem Drittel Stadt, Land und Bund teilen. Die Anlieger werden daran nicht beteiligt, so Hobigk, allerdings wird später die Wertsteigerung der Grundstücke ermittelt und umverteilt. Diese Summe liege aber immer weit unter dem, was die Eigentümer bei einer Selbstbeteiligung zahlen müssten.kle

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