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Gefahr nur für Individual-Touristen

Bad Nenndorf Gefahr nur für Individual-Touristen

Von dem in der Dominikanischen Republik vermissten Paar aus Bad Nenndorf fehlt weiterhin jede Spur. Experten raten zwar dennoch nicht von Reisen in den Karibik-Staat ab, allerdings sollten Urlauber grundsätzlich bestimmte Sicherheitstipps beachten.

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In der Dominikanischen Republik gelten Urlaubsressorts als sicher.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Das Auswärtige Amt gibt Reisenden Gefahrenhinweise an die Hand, weil die Kriminalitätsrate in der Dominikanischen Republik hoch ist. Die Verbrechen richten sich nicht gezielt gegen Touristen, sondern gegen alle Bevölkerungsgruppen. Wertsachen sollten nur dann mitgeführt werden, wenn es sich nicht vermeiden lässt. In Bars drohe die Gefahr, dass Kriminelle K.o.-Tropfen in Getränke mixen, daher rät das Amt dazu, Gläser und Flaschen nicht aus den Augen zu lassen.

Da viele Einheimische bewaffnet sind, sei es bei Überfällen dringend geboten, Geld und Wertsachen widerstandslos auszuhändigen. Ein Sprecher des Amtes sagte aber auch, dass keine Reisewarnung für die Dominikanische Republik besteht. Neue Erkenntnisse über das Land würden laufend in die Sicherheitsbewertung eingepflegt.

Torsten Schäfer, Pressesprecher des Deutschen Reiseverbandes, betont: Bucht ein Tourist die Dominikanische Republik bei einem Reiseveranstalter, übernehme dieser auch eine Fürsorgepflicht für seinen Kunden. Die Reisenden könnten sich dann darauf verlassen, nur in sichere Regionen geführt zu werden, beispielsweise bei Ausflügen. Grundsätzlich gebe es hinsichtlich der Dominikanischen Republik keine besorgniserregenden Entwicklungen. Es sei bekannt, dass es Probleme gibt, weil es sich um ein armes Land handelt.

Deshalb sollten Touristen vor jeder Buchung die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes lesen. Bei Urlaubern, die nicht heil zurückkehren, handle es sich häufig um Individual-Touristen, die sich nicht an Empfehlungen des Amtes beziehungsweise der Veranstalter gehalten haben. Eine Sprecherin des Unternehmens TUI rät deshalb dazu, sich vor Ort unbedingt an professionelle Ausflugsangebote zu halten.

Das Ehepaar Christine und Reiner K., das eigentlich am 19. Mai nach Bad Nenndorf hätte zurückkehren sollen, hat Flüge und Unterkunft nach Worten von Polizeipressesprecher Axel Bergmann bei einem Reiseveranstalter gebucht. Allerdings haben sich die Bad Nenndorfer am Urlaubsziel „eher individualtouristisch“ bewegt.

Allerdings beschreibt eine Arbeitskollegin Christine K. als äußerst vorsichtigen Menschen. Dass das Paar eine Rucksack-Tour auf eigene Faust unternommen hat, hält sie für beinahe ausgeschlossen. Die Vermissten werden wohl nicht mehr in ihre Wohnung am Königsberger Platz zurückkehren, glaubt die Arbeitskollegin von Christine K.. „Man muss sich wohl damit abfinden“, sagt sie.

Die Dominikanische Republik kannten die K.s – beide waren laut Bergmann nicht zum ersten Mal dort. Der Polizeisprecher ist in diesem Jahr ebenfalls in die Dominikanischen Republik gereist. „Ich habe die Hotelanlage nie verlassen“, betont er. gus

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