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Gefahr von oben Meter für Meter beseitigt

Bad Nenndorf / Pappeln gefällt Gefahr von oben Meter für Meter beseitigt

Zwei etwa 80-jährige Pappeln und ein Trupp von Arbeitern haben am Montag zahlreiche Zuschauer in ihren Bann gezogen. Die Männer rückten den beiden Bäumen mit Säge und Bagger zu Leibe, um sie Stück für Stück zu entfernen.

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Der Fachmann stutzt, die Passenten wundern sich: Die beiden Pappeln an der Kurapotheke werden Stück für Stück abgetragen.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. So aufmerksam wie die Bad Nenndorfer sonst die Kinofilme und Bühnenvorführungen im Kurtheater wenige Meter neben der Einsatzstelle verfolgen, beobachteten die Passanten am Montag die Handlung, die sich in bis zu 35 Metern Höhe abspielte. Mit der Kettensäge trennte einer der Arbeiter Ast um Ast ab und warf sie auf einen großen Haufen. Denn die riesigen Bäume durften mitten in der Innenstadt nicht – wie im Wald – in einem Stück zu Boden fallen. Dafür war einerseits zu wenig Platz, außerdem hätte der Aufprall wohl erhebliche Schäden an der Fahrbahndecke der Kurhausstraße und am Eingang zur Kurpromenade hinterlassen.

 Daher geriet die Arbeit an den Pappeln zum Geduldsspiel. Meterweise stutzte der Baumsteiger die prachtvollen Bäume, die nach Angaben der Stadtverwaltung aber irreparable Schäden aufwiesen und bereits eine Gefahr für die umstehenden Gebäude – das denkmalgeschützte Kolonnadenhaus und die Kurapotheke – und vor allem für die Passanten darstellten. Die unteren Teile der Stämme wurden dann jeweils in einem Rutsch gefällt und später zerlegt.

 Und selbst beim Aufprall dieser noch etwa zehn Meter langen Stücke jagte der Krach manchen Schaulustigen einen Schrecken ein. Die obere Kurhausstraße blieb während der Arbeiten in beide Richtungen gesperrt.

 Schade sei es ja schon um die großen Bäume, sagten mehrere der umstehenden Beobachter. Deren Schäden waren so akut, dass nicht erst bis zur Gestaltung des zentralen Platzes vor dem Kurhaus gewartet werden konnte. Denn spätestens dann hätten die Pappeln gefällt werden müssen. Der Rat der Stadt hat den Bau des Zentralen Platzes bereits in mehreren Sitzungen beraten – die Umsetzung der Pläne ist für 2015 angesetzt. Diese sehen auch neue Bäume vor.

 Eine Schonfrist für die Pappeln bis dahin ist nach Angaben einer Mitarbeiterin der Stadt nicht denkbar gewesen. Denn es hätte einer aufwendigen Sanierung bedurft – nur etwas Totholz aus den Kronen zu schneiden, hätte nicht genügt, um für Sicherheit zu sorgen. Damit hat die Kurstadt die nächsten Ortsbild prägenden Bäume verloren. Seit 2013 sind unter anderem im Kurpark, vor dem Kurtheater und an der Bahnhofstraße bereits mehrfach und zum Teil in großer Zahl Bäume gefällt worden. gus

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