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Gestank sorgt für Zweifel

Kita-Neubau in Bad Nenndorf Gestank sorgt für Zweifel

Auf weitgehende Zustimmung ist der Bebauungsplan für den Kindergarten Hohefeld im Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf gestoßen. Planer Matthias Reinhold versicherte, dass die Abstände zum benachbarten Klärwerk und zur Biogasanlage ausreichend seien und die Geruchsemissionen unterhalb der vorgeschriebenen Grenze lägen

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Während die Bagger den Bau der Feuerwehrwache vorantreiben, stellt die Politik die Weichen für den Bau eines Kindergartens auf dem dahinter gelegenen Nachbargrundstück. Foto: ber

BAD NENNDORF.  Das reichte Claudia Dargel (SPD) jedoch nicht. „Leider gibt es in Niedersachsen keine Abstandslisten wie in Nordrhein-Westfalen. Die Kita liegt verdammt nah am Klärwerk“, meinte Dargel. Auch der Einwand des Planers, die gemessenen Emissionswerte seien wesentlich präziser als pauschal festgelegte Mindestabstände, konnten Dargel nicht von ihrer Meinung abbringen. „Ich habe Bauchschmerzen bei der Sache. Es stinkt. Ich habe ein ungutes Gefühl, die Kinder dort hinzusetzen. Können wir nicht eine andere Fläche finden?“

Ihre Skepsis teilten die anderen Ausschussmitglieder jedoch nicht, die beschlossen, ein positives Signal für den Bau des Kindergartens an den Rat zu senden.
Dabei war das gesamte Projekt Hohefeld in der Nenndorfer Politik bis zuletzt umstritten. Denn es herrschen Zweifel, ob die beiden Baugebiete „Vorderes Hohefeld“ und „Hinteres Hohefeld“ zu einem Bevölkerungswachstum in der Stadt führen – oder den Wegzug aus dem Zentrum und damit das Ausbluten der Innenstadt forcieren.

Klar ist, dass durch den Neubau des Kindergartens der Betreuungsbedarf in der Stadt auf absehbare Zeit gedeckt werden könnte. Insgesamt acht Gruppen sollen auf dem 8000 Quadratmeter großen Areal Platz finden – Erweiterungsspielraum ist darüber hinaus vorhanden, wie Reinhold betonte. Damit könnte der Weg freigemacht werden für die Schließung der Kita Bahnhofstraße, in der derzeit drei Gruppen untergebracht sind. Deren Räumlichkeiten stünden dann wiederum der Grundschule zur Verfügung.

Der aus der Politik geäußerte Wunsch, eine zusätzliche Verkehrsverbindung zwischen Bad Nenndorf und Hohnhorst zu schaffen, die parallel zur staubelasteten B 442 verläuft, droht dagegen zu platzen. Denn nach den Berechnungen von Reinhold wäre zwischen dem Baugebiet „Hinteres Hohefeld“, der geplanten Kita und der bereits im Bau befindlichen Feuerwache kein Platz für eine nach Norden verlaufende Verbindungsstraße.

Die im Umweltausschuss aufgeworfene Frage, wie sich der Kita-Neubau auf die Chancen für die Ansiedlung eines Freibades oder eines Dirtparks auswirke, vermochte Reinhold nicht abschließend zu beantworten. Tatsache sei aber, dass bereits der bestehende Gebäudebestand nördlich des Sportplatzes unter Emissionsschutz stehe. Sollte ein Freibad gewollt sein in diesem Bereich, müssten voraussichtlich zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden. Ähnliches gelte für einen Dirtpark. ber

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