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Bad Nenndorf Gleich drei verlorene Söhne
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Gleich drei verlorene Söhne
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00:16 31.10.2016
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BAD NENNDORF

Die berühmte Geschichte enthält viele Elemente, die in den heutigen Sprachgebrauch verankert sind. Sie handelt von einem Schneider, der seine Söhne verbannt, nachdem eine verräterische Ziege sie zu Unrecht der Faulpelzerei bezichtigt hatte.

Erst behauptete sie gegenüber den Brüdern: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt.“ Dann aber beteuerte das hinterlistige Tier dem Schneider: „Ich sprang nur von Stein zu Stein und fand kein einziges Hälmelein“.

In der Verbannung erlernen alle drei Söhne ein Handwerk – das Schneidern, das Tischlern und das Müllern. Die Abschiedsgeschenke, die sie von ihren Lehrmeistern erhalten, haben es in sich: Ein Sohn bekommt einen „Knüppel aus dem Sack“, der alles vertrimmt, das seinem Besitzer gefährlich wird. Der andere Sohn erhält einen Goldesel, der auf Kommando Goldmünzen produziert. Der Dritte kriegt das „Tischlein deck Dich“: Was immer er sich an Speis und Trank wünscht – der Tisch bringt es hervor.

Zu dumm nur, dass ein betrügerisches Wirtshauspaar das Tischlein und den Esel ihren neuen Besitzern bald abspenstig macht. Gut, dass es noch den „Knüppel aus dem Sack“ gibt. Ob es damit gelingt, dem Wirtspaar das Handwerk zu legen, und was mit der Ziege geschieht, erfahren die Zuschauer am 8. November im Kurtheater. Der Eintritt beträgt acht Euro. gus

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