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Größe Lösung für die Gehrenbreite

Kreuzung wird ausgebaut Größe Lösung für die Gehrenbreite

Eine Bedarfsampel wird es an der Kreuzung Gehrenbreite/B442 wohl nie geben. Das ist aber eigentlich eine gute Nachricht: Die Stadt bekommt stattdessen eine komplette Ampelkreuzung. Der Bauausschuss hat dafür in dieser Woche grünes Licht erteilt.

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Symbolbild

Quelle: dpa

BAD NENNDORF. Zwei Varianten für mehr Verkehrssicherheit standen zur Auswahl. Zum einen die schnelle, kleine Lösung mit einer Dunkelampel. Der Vorteil: Bereits in 2017 könnte die Signalanlage das Queren der B442 sicherer machen. Der Nachteil: Die Stadt müsste die Kosten von rund 190000 Euro allein tragen, weil die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Ampel für nicht notwendig hält.

Die große Lösung käme später, weil sie an die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets an der Gehrenbreite gekoppelt wäre. Doch dafür käme sie günstiger, weil die Landesbehörde in dem Fall einen Kreuzungsausbau mit Ampel für nötig hält. Schließlich nähme die Zahl der Fahrzeuge, speziell Lastwagen, erheblich zu. Daher würde das Land Niedersachsen 73 Prozent der Kosten übernehmen. Von den 425000 Euro, die Planer Ralf Ottermann vom Ingenieurbüro Kirchner avisierte, verblieben nur rund 107000 Euro bei der Stadt. Ferner müsste dann die Dunkelampel wohl wieder demontiert werden.

Vorfahrt per Ampelsignal geregelt

Der von Ottermann erläuterte Plan sieht Abbiegespuren auf der B442 sowohl in die Gehrenbreite als auch in den Wirtschaftsweg nach Waltringhausen vor. Dieser Weg dient nach Worten des Ingenieurs auch als Zufahrt des Grundstücks Nummer 18 direkt an der Einmündung. An der Stelle würde ein flacher Fahrbahnteiler stehen, den große Fahrzeuge notfalls aber überrollen könnten. Die Vorfahrt würde an allen vier Kreuzungszufahrten per Ampelsignal geregelt.

Stadtdirektor Mike Schmidt wies auf einen weiteren Kostenvorteil hin: Wer die Ampel baut, muss sie auch warten und pflegen, was bei einer so großen Anlage durchaus einen beachtenswerten Posten ausmache. Schmidt nannte es einerseits betrüblich, dass die Bedarfsampel, für die er gekämpft habe, nun beerdigt werden muss. Doch mit Blick auf das Steuergeld, das die Stadt hinauswürfe, wenn sie jetzt die Bedarfsampel durchboxte, sei nur die Entscheidung für den großen Ausbau der Kreuzung sinnvoll.

Eine Kröte, die geschluckt werden müsse

Dem schloss sich Heinrich Steding (CDU) an. Seine Fraktion sei bereits beim Kommunalwahlkampf 2011 für die Bedarfsampel eingetreten. Aber dass nun etwa ein Jahr länger auf eine Ampel an der Kreuzung gewartet werden muss, sei eine Kröte, die die CDU schlucken werde – im Sinne vernünftiger Haushaltspolitik. Zu hoffen bleibe, dass in dem einen Jahr nicht doch noch ein Unfall an der Stelle passiert.

Bauamtsleiterin Annette Stang versicherte auf Nachfrage Stedings, dass der Ausbau auch unabhängig von der Vermarktung des Gewerbegebiets erfolgen würde. Ralph Tegtmeier (SPD) freute sich über „eine perfekte Lösung“. Auch Uwe Engelking (WGN) sagte, es werde Zeit, dass an der Stelle etwas unternommen wird. Der Ausschuss votierte einstimmig für die große Lösung. gus

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