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Große Erwartungen

Geplantes Medizin-Zentrum weckt Hoffnungen Große Erwartungen

Abwartend und vorsichtig positiv gestimmt zeigen sich Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und Gesundheitsbranche angesichts des geplanten Zentrums für Alternativmedizin auf dem Harms-Gelände.

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Quelle: SN

Bad Nenndorf . „Ich sehe nur Vorteile für Bad Nenndorf, wenn die Klinik gebaut wird“, sagt der Hotelier Klaus Pittack zu dem Vorhaben, auf dem Gelände einer ehemaligen Möbelfabrik einen Klinik-Komplex für 150 Millionen Euro zu bauen.

Sowohl die Gastronomie und der Einzelhandel als auch der Tourismus würden laut Pittack von dem Projekt massiv profitieren. „Zudem würde der Bekanntheitsgrad der Stadt weiter steigen“, führt der Vorsitzende des Schaumburger Kreisverbandes im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband weiter aus. Seiner Einschätzung nach würden auch die Nachbarkommunen von den Besucherströmen und Vertreterbesuchen in dem Alternativmedizin-Zentrum sowie den neu entstehenden Arbeitsplätzen profitieren. Vor dem Hintergrund, dass in der Vergangenheit mehrere Gesundheitsprojekte in Bad Nenndorf und der Umgebung nicht umgesetzt worden sind, käme die Ansiedlung zum richtigen Zeitpunkt.

Hartmut Ammann steht dem geplanten Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. „Für den Zulauf der Therme und des Moorbadehauses wäre eine solche Entwicklung sicher positiv“, sagt der Geschäftsführer des Staatsbades. Eine mögliche Konkurrenzsituation sieht er nicht: „Der Fokus des geplanten Zentrums liegt eher auf der inneren Medizin. Bei uns steht die orthopädische Indikation im Vordergrund.“ Das bedeute, dass keine Konkurrenzsituation in Sicht sei und man die Sache entsprechend gelassen sehe. „Vielleicht ist sogar eine Kooperation möglich“, meint der Staatsbad-Chef.

Auch Horst Schiller, Geschäftsführer der Klinik Niedersachsen, sieht in dem Großprojekt keine Konkurrenz um Patienten, da in der Einrichtung Betroffene mit schweren und schwersten Erkrankungen wie etwa Schlaganfällen therapiert werden. Es gebe eher einen Wettbewerb um die Fachkräfte wie Pfleger und Krankenschwestern. Das Zentrum für Alternativmedizin wäre seiner Einschätzung nach eine Bereicherung für Bad Nenndorf. Zugleich verweist der Chef der Klinik Niedersachsen auf ähnlich ambitionierte Projekte in der Region, die nach kurzer Zeit jedoch wieder aufgegeben worden sind. In diesem Zusammenhang beobachte er das Vorhaben wohlwollend, aber mit einiger Zurückhaltung.

Etwas verhaltener zeigt sich dagegen Silke Busche, Geschäftsführerin der Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT): „Ich kenne keine Interna. Da ist es schwierig, zu spekulieren, was passieren wird.“ Allerdings räumt sie ein, dass das Harms-Gelände zum jetzigen Zeitpunkt „nicht besonders einladend aussieht“. Außerdem würde ein solches Projekt die Stadt Bad Nenndorf „mit Sicherheit attraktiver wirken lassen“, so die KurT-Chefin.

Zurückhaltung ist auch bei der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf angesagt. So wollte Henning Jürgens als Vorsitzen des Zusammenschlusses der Nenndorfer Unternehmer zu den Plänen für das Alternativmedizin-Zentrum keine Stellung beziehen. bes, js

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