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Großfamilie in Not

Wasserschaden im Haus Großfamilie in Not

Wenn ein Haus wegen eines Wasserschadens abgerissen werden muss, ist das schlimm für dessen Bewohner, selbst wenn sie versichert sind. In eine regelrechte Notlage sind Kim und Manuel Bormann aus Waltringhausen geraten, weil sie keine neue Bleibe finden – für sich und ihre sieben Kinder.

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Die Bormanns wollen nicht im Regen stehen – die Großfamilie braucht dringend eine neue Bleibe.

Quelle: gus

Waltringhausen. Im Jahr 2012 schien das Glück der Großfamilie perfekt zu sein. Mit Joline war das siebte Kind zur Welt gekommen, und kurz zuvor hatten die Bormanns in Waltringhausen ein Haus gefunden, das sie mieten konnten und das ausreichend viel Platz bot. Dazu erhielten Kim und Manuel Bormann eine Urkunde vom damaligen Bundespräsidenten, denn für das siebte Kind übernimmt das Staatsoberhaupt eine symbolische Ehrenpatenschaft, um Kinderreichtum zu würdigen.

Doch im vergangenen Jahr wendete sich das Blatt, als sich herausstellte, das mindestens zehn Jahre lang Wasser ins Mauerwerk des Wohnhauses an der Buchenallee geflossen war. Das Gebäude ist reif für die Abrissbirne, außerdem leidet die Familie unter Schimmelbefall. Der Vermieter will das Haus nun bald abreißen lassen und hat den Bormanns zum 31. Januar dieses Jahres gekündigt.

Doch die Großfamilie stünde dann, wenn sich nichts mehr tut, ohne ein neues Dach über dem Kopf da. Die bisherige Suche nach einem Haus führte nicht zum Erfolg, dabei hatten sich die Bormanns bereits an die Verwaltung gewandt, die ihrerseits die Fühler ausstreckte, aber auch keine Lösung herbeizuführen vermochte.

Kinder sind scheinbar ein Hinderniss

Was der Bundespräsident so lobenswert findet, stößt offenbar bei manchem Vermieter auf Ablehnung, denn ein stückweit wird der Kinderreichtum jetzt zur Fußangel für die Bormanns. „Viele hören nur ‚sieben Kinder‘ – dann war es das für uns“, berichtet Kim Bormann von einigen Erlebnissen bei der Haussuche. Andere infrage kommende Immobilien sind derzeit für Flüchtlinge reserviert. Und wieder andere Hauseigentümer wollen nicht vermieten, sondern nur verkaufen. Aber ein Hauskauf, so Kim Bormann, können sie sich bei nur einem Einkommen nicht leisten.

Nun drängt die Zeit, damit die Familie nicht am Ende wirklich ohne Obdach dasteht oder – zumindest zeitweise –getrennt werden muss. Der Umzug nach Waltringhausen vor viereinhalb Jahren habe sich zunächst als Glücksgriff erwiesen, und wäre der Wasserschaden nicht entstanden, hätten die Bormanns das Haus wohl noch viele weitere Jahre bewohnt. Jetzt hoffen sie, dass sich Vermieter, die keine Vorbehalte gegen kinderreiche Familien haben, doch noch bei ihnen melden.

Keine großen Ansprüche

Große Ansprüche stellen die Bormanns auch nicht – sie wären für jedes Angebot dankbar. Manuel Bormann ist Zimmermann und könnte selbst viele Reparaturen erledigen. Er hätte sogar die Firma, für die er arbeitet, als Unterstützung im Rücken. Nur groß genug muss das Haus sein, idealerweise mit mindestens sieben Zimmern, denn die größeren Kinder stecken bereits in der Pubertät und können sich schlecht ein Zimmer mit ihren Geschwistern teilen.

Nur einen Wunsch haben die Bormanns: Sie würden ungern aus dem Bereich Nenndorf/Rodenberg wegziehen, weil ihre Kinder allesamt in Schule oder Kita ihre Freunde haben – sie dort wieder herauszureißen, würde den Eltern großen Kummer bereiten.

Wer ein passendes Haus anzubieten hat, kann die Bormanns unter Telefon (0 57 23) 9 58 99 71 erreichen. gus

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