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Grünes Licht fürs Kurhaus

Ausschuss empfiehlt Umsetzung des Bürgerentscheids Grünes Licht fürs Kurhaus

Das Kurhaus wird saniert. Der Finanzausschuss der Stadt hat am Mittwochabend die Umsetzung des Bürgerentscheids empfohlen.

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BU: Sarah Gornik erklärt den Ausschussmitgliedern und anderen Bürgern, wie es im seit Jahren geschlossenen Kursaal weitergehen soll.

Quelle: gus

Vor der Sitzung hatten sich die Ausschussmitglieder von Bauamtsmitarbeiterin Sarah Gornik erklären lassen, wie das Kurhaus nach der Sanierung aussehen könnte. Die Kernfrage lautete anschließend: Kann die Stadt das Vorhaben ohne immense finanzielle Belastung umsetzen lassen?

 Volker Busse (SPD) bemängelte, dass die Sozialdemokraten in der Berichterstattung als Verhinderer dargestellt wurden. Außerdem sei die Entwicklung von der vorherigen Verwaltungsspitze verschleppt worden: Wäre ein von der SPD geforderter Projektmanager nicht erst mit einjähriger Verzögerung eingesetzt worden, hätte die gestrige Entscheidung bereits deutlich früher gefällt werden können. Allerdings hat sich diese Verzögerung laut Busse unterm Strich als Vorteil erwiesen.

 Mittlerweile seien 1,5 Millionen Euro an Grunderwerbskosten aus der Rechnung gestrichen worden, weil das Kurhaus aus dem Treuhandvermögen ausgelöst wurde. Wegen getilgter Sanierungsschritte könnten nun gut 100000 Euro Baukosten eingespart werden. Fördergeld stehe in Höhe von 2,8 Millionen Euro in Aussicht. Mit diesen Zahlen als Grundlage rechne sich die Sanierung ab 90 Prozent Vermietung. Die SPD sei nie gegen die Umsetzung des Bürgerentscheids gewesen, so Busse, habe aber klare Zahlen verlangt. Er schob nach, dass er befürchtet, die veranschlagten Kosten von 5,8 Millionen Euro würden nicht ausreichen.

 Matthias Bock (CDU) pflichtete Busse bei, der zähe Kampf habe 2,8 Millionen Euro eingespart. Dennoch halte er die Sanierung für ökonomisch untragbar. Fraktionskollege Philipp Plümer fügte hinzu, er sehe ein großes finanzielles Risiko für die Stadt. Auch Marlies Matthias (CDU) warnte vor hohen Folgekosten. Uwe Engelking (WGN) räumte ein, die Verzögerung habe Geld gespart, der Rat hätte aber auch früher schon „an Fördertöpfen zupfen können“. Bernd Zimmermann (WGN) verwies darauf, dass das Kurhaus trotz Sanierung 30000 Euro Gewinn pro Jahr abwirft.

 Der Ausschuss votierte gegen drei Stimmen der CDU und bei Enthaltung von Bürgermeisterin Gudrun Olk für die Sanierung.

gus

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