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Grünschnitt beim Kindergarten entsorgt

An Dreistigkeit kaum zu überbieten Grünschnitt beim Kindergarten entsorgt

Das ist dreist: Ein bislang Unbekannter hat eine erhebliche Menge Grünschnitt über den Zaun der Bad Nenndorfer Kita geworfen und dort sich selbst überlassen. „Wir sind stinksauer“, sagt Christel Schröder, Leiterin des evangelischen Kindergartens.

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Der Unbekannte hat den Grünschnitt einfach über den Zaun geworfen.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. „Wir sind entsetzt, dass jemand die Kita als Abfallanlage für sein Grünzeug benutzt“, schimpft die Leiterin. Als sie morgens das Außengelände betrat, fiel ihr gleich der zweimal zwei Meter breite und etwa 1,60 Meter hohe Berg auf. Zunächst hatte sie gedacht, dass möglicherweise der Hausmeister für den Haufen verantwortlich war. Doch als dieser am Tag darauf in der Kita eintraf, ist er genauso überrascht gewesen wie die Erzieherin. „Das ist doppelt ärgerlich. Die Spielfläche der Kinder wird beeinträchtigt, und wir bleiben an der Entsorgung hängen“, sagt Schröder.

Der Hausmeister hat sich einen Schredder besorgt und die Überreste des Grünschnitts auf dem Gelände verteilt. Wer hinter der Dreistigkeit steckt, kann sich Schröder nicht erklären. „Wir haben keine Feinde, und auch alle Eltern zeigten sich bestürzt.“ Sollte der Übeltäter noch einmal zuschlagen, sei ihm eine Anzeige sicher.

„Ein doppeltes No-Go“

„Da kann man ja fast schon von einer Provokation sprechen“, sagt auch André Lutz, Amtsleiter Bildung und Soziales. „Das ist gleich ein doppeltes No-Go. Einmal den Grünschnitt so zu entsorgen, wie es nicht erlaubt ist, und dann auch noch in eine Kita, wo Kinder spielen“, so Lutz weiter. Hätte der Hausmeister den Unrat nicht bereits entsorgt, wäre der Bauhof zur Stelle gewesen, versichert der Amtsleiter.

Generell muss sich die Verwaltung mit dem Problem auseinadersetzen, dass Bürger ihre (grünen) Abfälle illegal an Waldrändern, Gräben oder Regenrückhaltebecken entsorgen. Jedem, der sich nicht an die vorgeschriebenen Regeln hält, sollte klar sein, dass das Entfernen seines Mülls Steuergeld kostet, wenn die verschmutzten Bereiche durch den Bauhof gereinigt werden müssen. Außerdem werden Bußgelder in Höhe von 50 bis zu mehreren Hundert Euro fällig, sollte der Umweltverschmutzer erkannt werden.

„Dabei sind doch genügend Möglichkeiten da“, ist sich Lutz sicher. Da wären beispielsweise die Grüne Tonne, ein eigener Komposthaufen sowie die Höfe der Abfallwirtschaft Schaumburg. Einer davon befindet sich in der Kurstadt, für größere Mengen steht ein entsprechender Hof in Sachsenhagen zur Verfügung.

Ferner stehen die Osterfeuer vor der Tür, deren Organisatoren sich über Grünschnitt freuen. Äste, Gräser und Zweige selbst zu verbrennen, ist bereits seit einiger Zeit verboten. Der AWS-Abfallhof in Bad Nenndorf befindet sich an der Straße Im Niedernfeld 9 und hat jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 12 bis 18 Uhr geöffnet. js

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