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„Grundsätzlich“ alle für den Skatepark

Bad Nenndorf „Grundsätzlich“ alle für den Skatepark

Selten ist das Wort „grundsätzlich“ in einer Sitzung so oft gefallen wie in der des Bad Nenndorfer Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Sport. Denn „grundsätzlich“ unterstützten die Politiker aller Parteien die Initiative einiger junger Bad Nenndorfer, einen neuen Skatepark in der Kurstadt zu errichten. Ohne ein paar „Aber“ ging die Diskussion jedoch nicht vonstatten.

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Die Bad Nenndorfer Skatepark-Initiative wünscht sich eine Anlage ähnlich wie die in Rinteln.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Die Frage nach den Kosten, der Nutzung und eines potenziellen Standorts beschäftigten einige Ratsleute. Rosemarie Börner (WGN) störte sich zudem sehr an der Aussage der Jugendlichen, es gebe in Bad Nenndorf zu wenige Angebote für junge Leute. Börner nannte als Beispiele unter anderem das Jugendzentrum, Bolzplätze und die Vereine, aber auch Spielplätze, Horte und Kino für Kinder. Ingo Knieper (SPD) bat hierbei um eine deutlichere Differenzierung. Es gehe in diesem Fall immerhin nicht um Kindergartenkinder, sondern um ältere Kinder und Jugendliche, die einen Platz suchten, wo sie unter sich sein und ihrem Hobby nachgehen können. Auch Stadtdirektor Mike Schmidt lenkte ein: Selbst wenn manche es anders sehen, gebe es aus Sicht der Betreffenden „subjektiv offenkundig Ergänzungsbedarf“, was das Angebot für die Jugend angehe.

Die Initiative wünscht sich einen Skatepark nach dem Vorbild Stadthagen, Rinteln oder Hannover, eine Anlage aus Beton mit Hügeln und Rampen, die für erfahrene wie unerfahrene Sportler interessant ist und sowohl mit Skateboards als auch mit Rollschuhen, BMX-Rädern, Rollern und sogar Bobbycars befahren werden kann.

In Stadthagen werde der Platz, der dort seit 2006 existiert, gut genutzt, berichtete Ralf Cordes, Jugendpfleger der Stadt Stadthagen. Die dortige Anlage kam auf rund 80000 Euro, Bad Nenndorf soll mit geschätzten 40000 bis 50000 Euro deutlich günstiger werden. An dieser Summe hegte Marlies Matthias (CDU) allerdings Zweifel, auch daran, dass die Anlage so rege genutzt werde wie in Stadthagen, schon aufgrund der Einwohnerzahlen. Sie sprach sich deshalb dagegen aus, eine Anlage ganz neu irgendwo hinzustellen, stattdessen sollte eine solche lieber irgendwie an die Halfpipe am Bahnhof angebunden werden.

Schmidt erinnerte schließlich daran, dass es bei der Sitzung erst einmal darum gehen sollte, ein Meinungsbild einzuholen, ob die Verwaltung das Thema überhaupt weiterverfolgen soll. Daraus würde sich dann ein genaueres Bild über Kosten und mögliche Standorte ergeben. Der Entschluss dafür erfolgte einstimmig.

Im Zuge der Planung soll die Verwaltung zudem schon einmal an Vereine und Unternehmer herantreten, die das Vorhaben vielleicht finanziell unterstützen würden. Eltern hatten bereits angekündigt, zu diesem Zweck einen Förderverein gründen zu können, auch sollte man sich informieren, ob es vielleicht Fördertöpfe für solche Projekte gibt, schlug Bernd Zimmermann (WGN) vor. kle

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