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Gruß der Neuen Rechten

Identitäre Bewegung Gruß der Neuen Rechten

Aufkleber der rechten Gruppierung Identitäre Bewegung sind zuletzt immer häufiger in Bad Nenndorf aufgetaucht. Der Staatsschutz sieht in der Umgebung der Kurstadt allerdings keine Szene der Identitären. Geradezu tapeziert worden waren Ampelmasten an der Kreuzung Drei Steine mit sogenannten Spuckis.

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Aufkleber der Identitären Bewegung wie dieser im Kurpark bleiben meist nicht lange lesbar.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Dies sind Aufkleber, die in politisch extremen Kreisen aber auch von Gruppierungen wie Fußball-Ultras verwendet werden, um Botschaften unters Volk zu bringen. Bei Drei Steine hatten Andersdenkende die Hinterlassenschaften bald mit eigenen Aufklebern überdeckt.

Dieser Ablauf wiederholte sich gleich mehrfach, ehe die Aufkleber von der Straßenmeisterei entfernt wurden. Doch danach tauchten bald neue Spuckis der Identitären auf. Auch in anderen Bereichen der Stadt, beispielsweise im Kurpark, war dies in der Vergangenheit geschehen.

Dennoch erkennt das in Nienburg ansässige Fachkommissariat für Staatsschutzangelegenheiten keine Szene der Identitären Bewegung in Bad Nenndorf. Dies gelte darüber hinaus auch für die Landkreise Schaumburg und Nienburg insgesamt.

Kein Zusammenhang mit Nazi-Aufmarsch

Die seit 2014 unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehende rechtsextreme Strömung sie bei der Polizeiinspektion Nienburg kein Schwerpunktthema, wie deren Sprecher, Axel Bergmann, erklärte. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass es einzelne Anhänger dieser Bewegung in der Kurstadt oder in deren Umgebung gibt. Einen Zusammenhang der Spucki-Offensive mit örtlichen Besonderheiten – etwa dem Nazi-Aufmarsch – schließt der Staatsschutz ebenfalls aus.

Die Identitären gelten als relativ junge politische Strömung, die sich bewusst von Neonazis abgrenzt und sogar behaupten, nicht rassistisch eingestellt zu sein. Im Kern geht es der Bewegung, die zur sogenannten Neuen Rechten zählt, um den Schutz von kultureller Identität. Dazu soll die Vermischung von Menschen unterschiedlicher Herkunft unterdrückt werden. Diese Haltung wird von Experten als Kulturrassismus eingestuft.

Vehement gegen Multikulturalismus

Auch die Globalisierung ist den Identitären ein Dorn im Auge. „Die Identitären richten sich vehement gegen Multikulturalismus und propagieren einen europäischen Ethnopluralismus“, schreibt der Verfassungsschutz über die Gruppierung. Der Hauptunterschied zu neonazistischen Motiven besteht demnach darin, dass die Identitären eine räumliche Trennung unterschiedlicher Ethnien fordern, während Neonazis gleich mit der Vernichtung oder zumindest Unterdrückung anderer Bevölkerungsgruppen sympathisieren.

Das Erkennungszeichen der Identitären ist der griechische Buchstabe Lambda, den einst die Spartaner auf ihren Schildern hatten. Es soll die Entschlossenheit der Identitären unterstreichen. In ihren Botschaften warnt die Gruppierung vor der „Ausrottung der Europäer“ und dem „Untergang der weißen europäischen Bevölkerung“.

Wie auch die Reichsbürger erfuhren die Identitären zuletzt mehr Zulauf, wie unter anderem der Fernsehsender RBB berichtete. Beide Gruppen erkennen Verfassungsgrundsätze der Bundesrepublik nicht an. gus

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