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Günstig davongekommen

Mieter des Kurhauses zahlen nur Nebenkosten Günstig davongekommen

Vor der Sanierung des Kurhauses hat die Stadt Leerstand in der Ladenzeile unbedingt vermeiden wollen.

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Die Ladenzeile wird in Kürze wohl ganz leer stehen.

Quelle: geb

BAD NENNDORF. Für Künstler Peter Lechelt und Händler Jürgen Jördening bedeutete dies, dass sie günstig an Ausstellungsräume kamen.

„Für uns war es natürlich schwierig, dauerhafte Mieter für das Kurhaus zu finden, während der große Umbau bevorsteht“, erklärte Stadtdirektor Mike Schmidt. „Die Vermietung zu diesen Konditionen für die Aussteller hatten wir als Testphase bis zum 30. Juni angesetzt. Die Abrechnungen stehen im Moment noch aus“, ergänzte Sarah Gornik von der Verwaltung. Vor der Sanierung solle es keine weiteren Übergangslösungen geben, auch wenn ein Zettel im Schaufenster bisher noch auf die Nachmietersuche hinweist.

Daher kamen Lechelt und Jördening für etwa sechs Monate zum Preis der anfallenden Nebenkosten in der Ladenzeile unter. Barbara Göbe, bis Ende Frühjahr letzte reguläre Mieterin, hätte den Mieterlass nicht angeboten bekommen, weil sie ihr Handarbeitsgeschäft in jedem Fall aufgeben wollte und die anderen beiden Räume schon seit Jahren leer standen, so Schmidt.

1200 Euro investiert

Für seine Tosca-Handel-Ausstellung investierte Jördening allerdings auch selbst. „Einige Reparaturen waren nötig, damit der Laden wieder ansprechend aussieht. Da gab es einen Rohrbruch, neue Elektrik, und neue Fliesen mussten her“, so Jördening. 1200 Euro habe er in das Geschäft stecken müssen, sagte der gelernte Fliesenleger. Die Stadt wolle seinen Aufwand zum Teil mit den Nebenkosten verrechnen.

Viel Umsatz habe er mit dem renovierten Laden nicht machen können. „Reguläre Öffnungszeiten hatte ich nicht. Seminare und Beratungen für Großkunden waren mein Plan. Die nach Bad Nenndorf zu holen, gestaltete sich aber schwierig“, meinte Jördening.

Dem Kurhaus will er weiter verbunden bleiben und hat schon neue Ideen. Schließlich war das Objekt Anfang der sechziger Jahre sein erster Auftrag als Fliesenleger. Ein rundes Konzept und eine harmonische Linie wünscht er sich für die Sanierung. „Das Kurhaus muss ein Kulturhaus werden“, sagte Jördening. Selbst plant er eine Kooperation mit der Künstlerin Vivien Kunte, mit der er gute Erfahrungen gemacht hat.

Seine Frau Christa würde im oberen Geschoss gerne das Erbe von Jo Göbel antreten und Klavier, Geige sowie Gitarre unterrichten – mit Unterstützung eines christlichen Fördervereins auch gerne für Kinder aus sozial schwachen Familien. geb

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